Gerüchte bestätigen sich
Chipbroker Ce und Azego planen Fusion

Die Chipbroker Ce Consumer Electronic und Azego (früher ACG) wollen fusionieren. Spekulationen über einen Zusammenschluss der SDax-Unternehmen gibt es schon länger. Beide schreiben Verluste.

HB FRANKFURT. Die beiden Unternehmen kündigten an, nach den bisher stattgefundene informellen Sondierungsgesprächen ab Donnerstag intensiv über einen Zusammenschluss zu beraten. Details wie etwa die Form seien aber noch offen. "Wir werden mit Unterstützung von externen Experten einen möglichen Zusammenschluss intensiv prüfen. Wir sind überzeugt, dass ein gemeinsames Unternehmen profitabler sein wird als die beiden bestehenden.", sagte Christopher DeNisco, als Mitglied des CE-Vorstandes vom Aufsichtsrat mit der Projektleitung beauftragt. Die Unternehmen wollen vor allem in der Verwaltung Geld einsparen und die Kunden effizienter betreuen.

Seit Jahren wird über eine Fusion von Ce und Azego spekuliert, zumal beide Firmen trotz der jüngst positiven Entwicklung des Halbleitermarktes die Verlustzone bislang nicht nachhaltig verlassen konnten. Analysten hatten deshalb zuletzt auch das Geschäftsmodell der Broker in Frage gestellt, das im Kern darauf basiert, in Zeiten hoher Chip-Nachfrage die Knappheit des Angebots auszunutzen und bei der Vermittlung von Komponenten hohe Margen zu verdienen. „Ein zusammengeführter Konzern aus Azego und Ce wird als Weltmarktführer in der unabhängigen Distribution von Halbleiterkomponenten in dem aktuellen Marktumfeld am stärksten profitieren“, begründete Azego-Chef Cornelius Boersch die Fusionsbemühungen.

Erst Ende August waren die Fusionsspekulationen erneut hochgekocht, nachdem beide Firmen für das zweite Quartal rote Zahlen gemeldet hatten. Azego hatte zudem sein Umsatzziel für 2004 aufgegeben. Außer Frage scheint zu stehen, dass Azego bei einem Zusammenschluss der kleinere Partner sein dürfte. 2003 hatte Ce einen Umsatz von rund 293,7 Millionen Euro verbucht, während Azego - bereinigt um verkaufte Konzernteile - mit 121,6 Millionen Euro auf weniger als die Hälfte kam. Die Wiesbadener hatten sich zuletzt unter anderem von ihren Smart-Card-Aktivitäten getrennt.

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