Geschäft ohne Schwachpunkte
Ebay-Ausblick enttäuscht Analysten

Das weltweit größte Internet-Auktionshaus Ebay hat seinen Gewinn im vierten Quartal um 36 Prozent steigern können. "In unserem Geschäft gab es keine Schwachpunkte", freute sich Finanzchef Rajiv Dutta. Ebay-Konzernchefin Meg Whitman verwies zudem auf ein beschleunigtes Wachstum und Impulse auf breiter Basis. Die Analysten fanden dennoch ein Haar in der Suppe. Die Ebay-Aktien fielen an der Wall Street nachbörslich um 4,7 Prozent auf 42,33 Dollar.

HB SAN JOSE. Ebay verdiente im Schlussquartal des vergangenen Jahres 279,2 Mill. Euro (231 Mio Euro) oder 20 Cent je Aktie gegenüber einem Gewinn von 205,4 Mill. Dollar oder 15 Cent je Aktie in der entsprechenden Vorjahreszeit. Unter Ausklammerung von Sonderfaktoren stieg der Gewinn um 50 Prozent auf 340,1 Mill. Dollar oder 24 Cent je Aktie. Ebay hatte auf dieser Basis einen Gewinn von 21 Cent je Aktie prognostiziert. Der Quartalsumsatz stieg auf 1,33 (Vorjahresvergleichszeit: 0,94) Mrd. Dollar. Ebay legte in den USA um 39 Prozent auf 526,1 Mill. Dollar und im Ausland um 35 Prozent auf 473,5 Mill. Dollar zu.

Die Abrechnungssystem-Einnahmen stiegen um 48 Prozent auf 304,4 Mill. Dollar. Die im Oktober erworbene Internettelefon-Firma Skype Technologies SA steuerte bis zum Jahresende 24,8 Mill. Dollar Umsatz bei. Ebay hatte im vierten Quartal 71,8 Mill. aktive Nutzer oder 28 Prozent mehr als in der entsprechenden Vorjahreszeit.

Der Jahresumsatz erhöhte sich um 39 Prozent auf 4,6 Mrd. Dollar und der Jahresgewinn auf 1,08 (0,78) Mrd. Dollar oder 78 (57) Cent je Aktie. Die Ebay-Listings stiegen um 33 Prozent auf 1,9 Milliarden. Der Gesamtwert der über Ebay gehandelten Waren betrug 44,2 Mrd. Dollar, plus 30 Prozent. Durch das Paypal- Abrechnungssystem wurden Abrechnungen in Höhe von 27,5 Mrd. Dollar vorgenommen oder 45 Prozent mehr als im Vorjahr.

Ebay geht für 2006 von einem Umsatz von 5,7 bis 5,9 Mrd. Dollar aus und von einem Gewinn von 0,65 bis 0,71 Dollar je Aktie. Für das erste Quartal erwartet Ebay dabei einen Umsatz von 1,365 bis 1,38 Mrd. Dollar und einen Gewinn von 14 bis 15 Cent je Aktie. Für das zweite Quartal prognostizierte der Internetriese einen Umsatz von 1,37 bis 1,415 Mrd. Dollar und einen Gewinn von 14 bis 16 Cent je Aktie.

Analysten machten den unveränderten Ausblick für den nachbörslichen Einbruch der Aktie verantwortlich. "Das Quartal war in Ordnung", sagte Scott Devitt von Stifel, Nicolaus & Co. "Die Firma hat aber ihren Ausblick für 2006 nicht erhöht und ich glaube, das wird als negativ gesehen." Martin Pyykkonen von Hoefer und Arnett sagte, er bleibe zurückhaltend. "Dass sie den Ausblick nicht ändern heißt, dass die Schätzungen der Wall Street zu hoch sind", sagt er.

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