Geschäfte ziehen an: Epcos startet mit Gewinnsprung ins neue Jahr

Geschäfte ziehen an
Epcos startet mit Gewinnsprung ins neue Jahr

Der Bauelemente-Spezialist Epcos ist mit einem Gewinnsprung ins neue Geschäftsjahr gestartet. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen sei im ersten Quartal 2003/04 (30. September) von 2,8 im Vorjahreszeitraum auf 12,4 Mill. € gestiegen, teilte die Epcos AG (München) am Donnerstag mit.

HB MÜNCHEN. Im Vorquartal hatte Epcos wegen Restrukturierungskosten einen Verlust gemacht. Der Umsatz stagnierte im Jahresvergleich bei 331 Mill. €. Damit hat der Hersteller passiver Bauelemente Epcos dank starker Nachfrage aus der Handybranche im Auftaktquartal 2003/04 seinen operativen Gewinn vervierfacht und sieht eine durchgreifende Geschäftsbelebung. Vor dem Hintergrund eines Auftragszuwachses von 12 % bekräftigte das im TecDax gelistete Unternehmen am Donnerstag seine Prognosen für das Gesamtjahr.

„Das Geschäft hat im ersten Quartal auf breiter Front angezogen“, erklärte Konzernchef Gerhard Pegam in München. Belebt hätten sich vor allem die Orders aus den Branchen Automobil- und Industrieelektronik. In den Bereichen Konsum und Telekommunikation habe der Auftragseingang im Zeitraum Oktober bis Dezember das gute Niveau des Vorquartals erreicht.

„Die Konjunkturbelebung scheint an Fahrt zu gewinnen“, resümierte Pegam. Epcos wolle 2003/04 (zum 30. September) weiter den Umsatz steigern und das Ergebnis deutlich verbessern. Voraussetzung sei allerdings, dass der Euro nicht noch weiter wesentlich zulege. Im laufenden zweiten Quartal sollten Umsatz und Ergebnis auf dem Niveau des Vorquartals liegen.

„Der Anstieg im Umsatz spiegelt das gute Weihnachtsgeschäft wider, das insbesondere von der starken Nachfrage aus dem Mobilfunk und der Konsum-Elektronik geprägt war.“ Beim Auftragseingang konnte Epcos nach eigenen Angaben mit 368 Mill. € den Wert des Vorquartals um zwölf Prozent übertreffen.

Epcos, Nummer zwei der Branche nach Murata aus Japan, fertigt rund 40 000 verschiedene so genannte passive Bauelemente wie etwa Kondensatoren. Diese kommen in praktisch allen elektronischen Geräten - vom Handy bis hin zum Auto - zum Einsatz. Der Konzern litt in den vergangenen Jahren unter einem permanenten Verfall der Preise und wird zudem noch durch den steten Anstieg des Euro-Wechselkurses im Wettbewerb belastet.Der Konzern reagierte hierauf mit der Verlagerung von Stellen aus Hochlohn- in Niedriglohnländer. Erst im November hatte Ecpos entsprechende Umzugspläne für rund 800 Arbeitsplätze veröffentlicht. Bereits 2002 transferierte der Konzern rund 900 Stellen in Niedriglohnländer, 2003 folgten etwa weitere 700 Jobs.

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