Geschäftsausblick verbessert: Oracle streicht nach Siebel-Kauf die Belegschaft zusammen

Geschäftsausblick verbessert
Oracle streicht nach Siebel-Kauf die Belegschaft zusammen

Oracle wird im Gefolge der Übernahme des Wettbewerbers Siebel Systems rund 2 000 Stellen abbauen. Dabei soll das Geschäft mit Software in der nächsten Zeit besser laufen.

HB LOS ANGELES. Weniger als die Hälfte des Stellenabbaus entfalle dabei auf die frühere Siebel- Belegschaft, versprach Oracle-Chef Larry Ellison am Donnerstag während einer Telefonkonferenz. Mit der in der vergangenen Woche abgeschlossenen Akquisition vergrößert sich die Mannschaft im Konzern um 4 700. Oracle beschäftigte bisher rund 51 000 Mitarbeiter. Oracle hatte Siebel für knapp 6 Mrd. Dollar übernommen.

Oracle erneuerte zugleich seinen Ausblick für das bis Ende Februar laufende dritte Quartal des Geschäftsjahres 2005/2006. Der Umsatz werde um 17 bis 19 Prozent auf 3,45 bis 3,50 Mrd. Dollar zulegen, teilte der SAP-Konkurrent am Donnerstagabend nach US-Börsenschluss mit. Analysten hatten die untere Schwelle prognostiziert. Den Nettogewinn sieht das Unternehmen bei 13 bis 14 Cent je Aktie. Im vierten Quartal solle er dann bei 21 bis 23 Cent je Anteilsschein liegen. Zugleich sei mit einem Umsatzplus von 13 bis 17 Prozent zu rechnen.

Besser als vor knapp zwei Monaten erwartet läuft das Geschäft mit neuen Software-Lizenzen. 15 bis 20 Prozent Wachstum auf 1,09 bis 1,13 Mrd. Dollar Umsatz stellte Oracle für das dritte Quartal in Aussicht nachdem die Spanne im Dezember noch mit 1 bis 1,1 Mrd. Dollar angegeben worden war.

Nach Angaben von CEO Ellison wird Oracle auch künftig Zukäufe prüfen. Er wollte allerdings keine Hinweise dazu geben, um welche Produkte oder Unternehmen es dabei gehen könnte. Oracle versucht seit Jahren, über große Zukäufe die deutsche SAP einzuholen. Doch der Konzern aus Walldorf wächst intern so stark, dass er die US-Amerikaner hinter sich lässt.

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