Geschäftsbericht 2010: Gute Zahlen für die GfK

Geschäftsbericht 2010
Gute Zahlen für die GfK

Nach einem Rekordumsatz im Vorjahr hat das Geschäftsjahr 2011 für die GfK vielversprechend begonnen. Deutschlands größter Marktforscher interessiert sich zunehmend für das Internet und soziale Netzwerke.
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Nürnberg Bei der Erforschung des Konsumentenverhaltens setzt die GfK zunehmend auf das Internet und soziale Netzwerke. „Die Bedeutung des Internets als Plattform und Untersuchungsgegenstand wächst weiter“, sagte Klaus Wübbenhorst, Vorstandschef des größten deutschen Marktforschers, am Donnerstag in Nürnberg. Dank starker Zuwächse im Auslandsgeschäft verzeichnete die GfK 2010 einen Rekordumsatz.

Das Unternehmen setzte 1,294 Milliarden Euro um - 11,1 Prozent mehr als im Krisenjahr 2009. Das Konzernergebnis stieg um 38,8 Prozent auf 84 Millionen Euro. In diesem Jahr erwartet die GfK ein Umsatzwachstum von fünf bis sechs Prozent. Die GfK zahlt seinen Aktionären für 2010 dabei die höchste Dividende in der 76-jährigen Firmengeschichte. Nach einem Gewinnsprung werde die Ausschüttung auf 48 (Vorjahr: 30) Cent je Aktie angehoben

Soziale Netzwerke im Internet werden nach Einschätzung von Wübbenhorst immer bedeutender für die Messung der Verbraucherstimmung. „Auch in Blogs sagen Kunden sehr schnell, was sie denken“, ergänzte er. Die GfK biete hier Instrumentarien, um diese Daten messen und auswerten zu können. „Wir können Qualität in die Vielzahl der Daten bringen.“

Nach dem Krisenjahr 2009 zeigte sich die GfK erleichtert über das Ergebnis von 2010. Gerade in den Wachstumsregionen Lateinamerika, Zentral- und Osteuropa sowie Asien habe die GfK stark zulegen können.

Das Jahr 2011 habe vielversprechend begonnen, erläuterte Wübbenhorst, der das Unternehmen Mitte nächsten Jahres verlassen wird. Die Auftragsbücher seien gut gefüllt: Das Volumen der bis Ende Februar eingegangenen Aufträge decke bereits mehr als 40 Prozent des erwarteten Jahresumsatzes ab. Die haben sich Franken weiteres Wachstum vorgenommen. Ohne Zukäufe soll der Umsatz um fünf bis sechs Prozent klettern. Die Marge im operativen Geschäft soll 2011 mindestens auf dem Höchstwert von 14,3 Prozent aus dem vergangenen Jahr liegen.

Wübbenhorst betonte, die GfK könne mittlerweile Konjunkturschwankungen gut ausgleichen. „Auch mittelfristig wird die GfK dadurch in der Lage sein, ein nachhaltiges Wachstum von Umsatz und Ergebnis sicherzustellen.“ 2010 waren die Erlöse des Branchenvierten um elf Prozent auf 1,29 Milliarden Euro geklettert. Ohne Zukäufe betrug der Zuwachs gut sieben Prozent.

Für weitere Akquisitionen seien 2011 etwa 50 Millionen Euro eingeplant, sagte Finanzchefin Pamela Knapp. 2010 hat die GfK - bekannt für ihren monatlichen Konsumklima-Index und die Erhebung der TV-Einschaltquoten - hierfür 37,6 Millionen Euro ausgegeben. Es stünden genügend finanzielle Mittel zur Verfügung, so Knapp. Investiert werden soll primär in China, Indien und Brasilien.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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