Geschäftsführer Joos legt Amt nieder
BenQ vor Abschluss mit Investoren

Der insolvente Münchener Handyhersteller BenQ Mobile steht offenbar vor der Rettung. Ein Unternehmenssprecher sagte, die Gespräche seien in der „entscheidenden Phase“. Spätestens in den nächsten zwei, drei Wochen sei mit einer entsprechenden Ankündigung zu rechnen.

jojo MÜNCHEN. Die Tatsache, dass die Zukunft für das Unternehmen nun wahrscheinlich gesichert sei, habe den bisherigen Firmenchef Clemens Joos dazu bewogen, seinen Job aufzugeben, ergänzte der Sprecher. Bereits am Freitag habe der Manager sein Amt niedergelegt. Joos bleibt jedoch vorerst Mitarbeiter von BenQ Mobile. Er war nach der Übernahme der ehemaligen Siemens-Handysparte durch BenQ vor gut einem Jahr Chef des Mobilfunkgeschäfts geworden.

BenQ Mobile musste vor zwei Monaten Insolvenz anmelden, als die Konzernmutter in Taiwan die Überweisungen an die hoch defizitäre Tochter in Deutschland einstellte. Deshalb verlieren jetzt 1 900 von 3 000 Mitarbeitern ihren Arbeitsplatz. Der Rest, der von BenQ Mobile übrig bleibt, soll künftig im Auftrag anderer Unternehmen Handys entwickeln und produzieren. Eine eigene Marke wird es nach den Planungen von Insolvenzverwalter Martin Prager nicht mehr geben.

Die Pleite war auch ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Anlass von Ermittlungen waren Vorwürfe, das Management habe einige Wochen vor der Pleite von Finanzproblemen erfahren, diese aber verschwiegen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%