Geschäftsverlauf zufriedenstellend
Paragon will mit Akquisitionen Wachstum forcieren

Der Sensorhersteller Paragon ist auf der Suche nach geeigneten Übernahmekandidaten. Mit der Ausgabe weiterer Genussrechte in Höhe von bis zu 14,5 Millionen Euro will die im Prime Standard gelistete Gesellschaft aus Delbrück ihre Kapitalbasis stärken.

HB FRANKFURT. Erste Sondierungsgespräche über mögliche Großakquisitionen würden bereits geführt, sagte Vorstandschef Klaus Dieter Frers am Dienstag. „Die Akquisition im Bereich Automobilzulieferung könnte gemessen am Umsatz eine Größenordnung von 15 bis 35 Millionen Euro haben“, ergänzte er. Der Fokus liege hier auf Europa. Von Interesse seien vor allem Firmen aus dem Automobilzulieferbereich, die die Segmente Bauteile für Klimasysteme sowie Karosserieelektronik und Bedienungssysteme in der Innenraumausstattung ergänzten.

„Zusätzlich halten wir Ausschau nach kleineren Übernahmekandidaten in den USA, um dort den Status eines Direktzulieferers für die Autoindustrie schneller zu erlangen“, kündigte Frers an. „Die Marktdurchdringung in der Gebäudetechnik soll in Europa ebenfalls über einen Zukauf verbessert werden.“ Auf einen Zeitpunkt wollte sich Frers nicht festlegen. „Ein Zukauf dürfte eher 2005 als 2004 erfolgen.“

Zur Stärkung der Kapitalbasis kündigte Paragon die Ausgabe einer zweiten Tranche von Genussrechten in Höhe von bis zu 14,5 Millionen Euro an. Die Paragon-Aktionäre können vom 4. November bis 3. Dezember für eine Aktie drei Genussscheine im Nennbetrag von jeweils 1,20 Euro erwerben. Die Genussscheine mit einer Mindestlaufzeit bis 31. Dezember 2010 seien mit einer Basisverzinsung von sechs Prozent pro Jahr ausgestattet. Zusätzlich gebe es eine von der Geschäftsentwicklung abhängige Vergütung.

Mit dem bisherigen Geschäftsverlauf zeigte sich Frers zufrieden. „Wir werden 2004 über 60 Millionen Euro umsetzen“, sagte er. Darin seien die Umsätze der übernommenen Luftgütesensorsparte von Robert Bosch sowie der Elektromechanikfirma Andreas Haller nicht enthalten. In den ersten sechs Monaten 2004 setzte Paragon 29,2 Millionen Euro um, im gesamten Jahr 2003 waren es insgesamt 40,7 Millionen Euro. Im operative Geschäft zeigte sich Frers zuversichtlich, 2004 die angekündigte Ebit-Marge von acht Prozent zu erreichen. In der ersten Jahreshälfte verbesserte das Unternehmen, das Daimler-Chrysler und BMW zu seinen größten Kunden zählt, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 80 Prozent auf 2,3 Millionen Euro. Der Nettogewinn war um 63 Prozent auf 0,93 Millionen Euro geklettert. „Wenn es die Geschäftslage erlaubt, dann könnte an die Aktionäre 2004 eine Dividende gezahlt werden“, sagte Frers.

An der Börse notierten die Paragon-Aktien vier Prozent im Plus bei 15,25 Euro. Seit Jahresbeginn haben die Titel rund 50 Prozent an Wert gewonnen.

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