Gescheiterte Übernahme
Springer gibt Fernseh-Pläne auf

Der Axel-Springer -Verlag zieht sich endgültig bei Pro Sieben Sat 1 zurück und verkauft seine Anteile an dem Münchner TV-Konzern. Springer-Chef Mathias Döpfner zieht damit die Konsequenzen aus dem Widerstand des Kartellamts. Zwar reagierte die Börse zunächst mit einem Kursplus. Im weiteren Tagesverlauf drehte das Papier aber wieder ins Minus.

HB MÜNCHEN. Das Paket von jeweils zwölf Prozent der Stamm- und Vorzugsaktien solle an die Pro-Sieben-Sat-1-Mehrheitseigentümer, die Finanzinvestoren KKR und Permira, gehen, teilte Springer in Berlin mit. Das spült dem Verlag 509 Millionen Euro für seine weitere Expansion in die Kasse.

Mit einer Übernahme von Pro Sieben Sat 1 war Springer-Chef Mathias Döpfner am Widerstand des Kartellamts gescheitert. Deswegen erwarben vor einem Jahr KKR und Permira die Anteile des Ex-Eigentümers Haim Saban - für einen weit höheren Betrag als die 2,5 Milliarden Euro, die Springer seinerzeit geboten hatte.

Der "Bild“-Verleger hatte sein Paket aber weiter gehalten und stets betont, sämtliche Optionen zu prüfen - auch eine Aufstockung. Nun verkauft der Verlag im Schnitt für 19,40 Euro je Stamm- und Vorzugsaktie. Erstere sind stimmberechtigt, letztere nicht. An der Börse stiegen Pro-Sieben-Sat-1-Aktien am Dienstag zwischenzeitlich um fast zwei Prozent auf 18,48 Euro, drehten dann aber ins Minus. Springer-Aktien notierten wenig verändert.

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