Gestiegene Lust am Kauf im Internet
Zu Weihnachten ist Online Trumpf

Die Zahl der Konsumenten, die ihre Weihnachtsgeschenke im Internet kaufen, wird nach einer Online-Befragung in diesem Jahr weiter steigen. Vor allem ein Shop bleibt steht oben auf der Favoritenliste.

DÜSSELDORF. Die Deutschen kaufen ihre Weihnachtsgeschenke zunehmend im Internet. Der beliebteste Online-Shop bleibt dabei Amazon, aber E-Bay legt gegenüber dem Vorjahr in der Gunst der Käufer erheblich zu. Dies geht aus einer repräsentativen Online-Befragung der Marktforscher von E-Circle hervor, die heute veröffentlicht wird. Das Münchener Unternehmer ist der führende Anbieter für digitales Direktmarketing.

„In diesem Jahr ist Online Trumpf“, sagt E-Circle-Vorstandschef Volker Wiewer. Er verweist auf den weiteren Vertrauenszuwachs, den dieser Einkaufskanal innerhalb der letzten zwölf Monate gewonnen hat: 67 Prozent der Befragten wollen im kommenden Weihnachtsgeschäft mindestens ein Geschenk im Internet kaufen - vor einem Jahr waren es 63 Prozent.

Zur Begründung für die gestiegene Lust am Online-Kauf führen die Internetnutzer vorrangig das bequeme Einkaufen zu jeder Tageszeit (71,8 Prozent) sowie die besten Möglichkeiten zum Preisvergleich (58,4 Prozent) an. Aktivste Internet-Shopper sind nach der Umfrage Verbraucher im Alter zwischen 30 und 39 Jahren. Von ihnen wollen drei Viertel Weihnachtsbestellungen im Internet aufgeben. Inzwischen nutzen nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom etwa 63 Prozent aller Deutschen das Internet.

Dabei bleibt Amazon der beliebteste Online-Anbieter: Die Hälfte der rund 2000 über das Internet befragten Verbraucher will ihre Weihnachtspäckchen bei dem Unterhaltungsmedienversender bestellen. Auf Platz zwei in der Käufer-Gunst landete mit 37 Prozent das Internet-Auktionshaus E-Bay, das im Vorjahr mit 22 Prozent noch hinter den Versendern Quelle und Tchibo lag. Arcandor-Tochter Quelle und das Hamburger Versandhaus Tchibo mussten genauso wie Weltbild in ihrer Beliebtheit im Weihnachtsgeschäft leichte Einbußen hinnehmen.

Vertraut man den Ergebnissen der Ende Oktober abgeschlossenen Umfrage, dürfte der Boom beim Online-Kauf vor Weihnachten hauptsächlich zu Lasten des ohnehin schon notleidenden Versandhandels gehen. Während im Vorjahr noch 63 Prozent aller Befragten zu Protokoll gaben, sich vor Heiligabend aus den Sortimenten von Quelle, Otto, Neckermann & Co. bedienen zu wollen, sind es in diesem Jahr nur noch halb so viele.

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