Gewerkschaft fordert Aufnahme von Verhandlungen
Verdi droht Telekom-Führung mit Streik

Die Gewerkschaft Verdi hat den Telekomvorstand zur Aufnahme ernsthafter Verhandlungen über die Trennung von 32 000 Mitarbeitern aufgefordert und mögliche Streiks angedroht.

dpa-afx BONN. "Wenn die Telekom sich solchen Gesprächen widersetzt, werden wir die gewerkschaftlichen Möglichkeiten nutzen und sie an den Verhandlungstisch zwingen", sagte der stellvertretende Verdi-Vorstand Franz Treml, der auch Vizevorsitzender des Telekom-Aufsichtsrats ist, am Dienstag in Bonn.

Der Aufsichtsrat der Telekom hatte am Montagabend den geplanten massiven Stellenabbau abgesegnet. Die Vertreter der Arbeitnehmerseite wurden dabei von den Arbeitgebervertretern im Kontrollgremium überstimmt. In den kommenden drei Jahren sollen 32 000 Menschen ihren Arbeitsplatz bei dem größten europäischen Telekomkonzern verlieren. Nach der Entscheidung des Aufsichtsrates will die Teleom-Führung nach eigenen Angaben mit den Arbeitnehmervertretern Gespräche über die Umsetzung des Beschlusses aufnehmen.

Treml forderte erneut einen Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen über den Zeitraum 2008 hinaus. Er zitierte aus einem 10-Punkte-Programm, in dem Verdi statt des Abbaus von Arbeitsplätzen eine neue Service- und Qualitätsoffensive sowie mehr Innovationen fordert. Die Personalpolitik lasse befürchten, dass die Geschäftsziele für 2006 nicht erreicht werden könnten und dass die Wachstumschancen, die das Unternehmen durchaus habe, gebremst würden, sagte Treml.

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