Gewinn für den Medienzar
TV-Geschäft füllt Murdochs Kasse

Bei Medienmogul Murdoch klingelt dank einem gutlaufenden TV-Geschäft die Kasse. Sein neu geformter Film- und Fernsehkonzern steigerte den Umsatz um 16 Prozent - auch Sky Deutschland spielte dabei eine Rolle.
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New YorkEin gutlaufendes TV-Geschäft hat Medienzar Rupert Murdoch kräftig Geld in die Kasse gespült. Vor allem das Kabelfernsehen erwies sich im vierten Geschäftsquartal von April bis Juni als Goldgrube. Zu Murdochs Reich gehört auch der Bezahlsender Sky Deutschland, der nach einer Durststrecke zuletzt stetig Abonnenten gewinnen konnte und nur knapp an schwarzen Zahlen vorbeischrammte.

Murdochs neu geformter Film- und Fernsehkonzern 21st Century Fox steigerte den Umsatz insgesamt um 16 Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar (5,4 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Dienstag am Sitz in New York mitteilte. Dieser Sprung kam vor allem durch die Einbeziehung von Sky Deutschland in die Bilanz zustande, nachdem Murdoch die Mehrheit an dem Sender übernommen hatte.

Der Gewinn im fortgeführten Geschäft verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 63 Prozent auf 977 Millionen Dollar. Allerdings stand unterm Strich ein Verlust von 371 Millionen Dollar. Das Minus kam durch den erst am Quartalsende abgespalteten Verlagszweig zustande. Dieser tritt weiter unter dem Traditionsnamen News Corp. auf und umfasst unter anderem das „Wall Street Journal“ und die britische „Sun“.

„Obwohl wir in den vergangenen zwölf Monaten einen bedeutenden Teil unserer Zeit und unserer Anstrengungen in diese Trennung gesteckt haben, haben wir niemals den Blick auf unser Geschäft verloren“, erklärte Murdoch. Die Analysten hatten nicht mit einem so guten Abschneiden gerechnet. Nachbörslich stieg die Aktie um mehr als 3 Prozent.

Das Geld verdient Murdoch vor allem mit seinen amerikanischen Fox-Fernsehsendern sowie mit seiner Filmsparte rund um das Studio 20th Century Fox. Bis zuletzt lief das Verlagsgeschäft dagegen immer schlechter, weil viele Leser und Anzeigenkunden ins Internet abwanderten. Der Abhörskandal um die britische Sonntagszeitung „News of the World“ brachte das Fass schließlich zum Überlaufen. Murdoch trennte auf Druck anderer Anteilseigner die zwei Firmenteile.

Murdoch war mit dem Schritt Vorreiter. Auch der Rivale Time Warner kündigte an, seine Zeitschriftensparte mit bekannten Titeln wie „Time“, „People“, „Sports Illustrated“ und „Fortune“ bis zum Jahresende abzuspalten. Dann folgte die Tribune Company, die ihr Zeitungsgeschäft rund um die „Chicago Tribune“ loswerden will und sich aufs Lokalfernsehen verlegt. Schließlich verkaufte am Montag die Washington Post Company die namensgebende Zeitung an Amazon-Chef Jeff Bezos.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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