Gewinn gesteigert
Hewlett-Packard übertrifft Erwartungen

Dank Erfolgen bei der Restrukturierung sowie einem höheren Absatz von PCs und Druckern hat Hewlett-Packard (HP) im ersten Quartal seines neuen Geschäftsjahres den Gewinn gesteigert und die Markterwartungen übertroffen. Der US-Computerbauer lieferte zudem einen günstigeren Ausblick als von Experten vorausgesehen.

HB SAN FRANCISCO. Der weltweit zweitgrößte PC-Hersteller und größte Produzent von Druckern nannte am Mittwoch nach US-Börsenschluss einen Nettogewinn von 1,23 Mrd. Dollar oder 42 Cent je Aktie im ersten Quartal bis Ende Januar. Im Vorjahr hatte HP einen Reingewinn von 32 Cent pro Anteilsschein erwirtschaftet. Der Umsatz stieg auf 22,7 Mrd. Dollar nach 21,5 Mrd. Dollar. HP bezifferte den Gewinn ohne Sonderposten auf 48 Cent pro Aktie. Damit lag das Unternehmen vier Cent über der durchschnittlichen Analystenprognose. Auch beim Umsatz hatten die Experten mit 22,6 Mrd. Dollar mit etwas weniger gerechnet.

Seit Amtsantritt im April hat HP-Chef Mark Hurd eine Umstrukturierung des Unternehmens angekündigt. Dadurch sollen rund 15 300 Stellen gestrichen und jährlich etwa 1,9 Mrd. Dollar eingespart werden. Gleichzeitig hat er wiederholt klar gemacht, keine Sparten verkaufen zu wollen, wie es zahlreiche Analysten seit dem Kauf von Compaq im Jahr 2002 gefordert haben.

„Wir müssen noch eine ganze Menge tun, um die angekündigte Umstrukturierung fertig zu bekommen“, sagte Hurd in einem Interview. HP werde weiter daran arbeiten, seine Kosten in den Griff zu bekommen. Das Unternehmen sei aber auf dem richtigen Weg. „Unsere Anstrengungen zeigen erste Ergebnisse“, sagte Hurd zu Journalisten. Die Leute bei Hewlett-Packard leisteten bei all den Veränderungen eine gute Arbeit.

Guter Ausblick

Für das laufende Quartal stellte HP einen Gewinn je Aktie vor Sonderposten von 47 bis 49 Cent und einen Umsatz zwischen 22,4 und 22,6 Mrd. Dollar in Aussicht. Von Reuters befragte Analysten waren bislang im Schnitt von einem Gewinn von 45 Cent je Aktie und einem Umsatz von 22,6 Mrd. Dollar ausgegangen.

Für das Gesamtjahr prognostizierte Hewlett-Packard einen Umsatz von 90 bis 91 Mrd. Dollar und ein Nettoergebnis je Aktie von 1,72 bis 1,77 Dollar. Vor Sonderposten dürften es 1,90 bis 1,95 Dollar je Aktie sein, wie es weiter hieß.

Die HP-Aktien sind dieses Jahr auf Basis des Schlusskurses vom Dienstag bisher um zwölf Prozent geklettert. Demgegenüber haben die Anteilsscheine des Rivalen IBM 1,3 Prozent nachgegeben. HP war die stärkste Aktie des Dow Jones' im vergangenen Jahr: Sie verteuerte sich um 37 Prozent. Nachbörslich legten sie am Mittwoch 2,3 Prozent auf 32,40 Dollar zu. Im regulären Handel an der Nyse hatten sie zuvor 2,5 Prozent nachgegeben.

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