Gewinn höher als erwartet
Telecom-Italia kauft Hanse-Net

Telecom Italia hat im ersten Halbjahr den operativen Gewinn stärker gesteigert als erwartet und will mit dem Kauf des deutschen Telekomanbieters HanseNet seine Breitband-Aktivitäten außerhalb Italiens stärken.

Reuters MAILAND. Für die ersten sechs Monate gab Telecom Italia am Montag einen Anstieg des Betriebsergebnisses von 7,8 Prozent auf 3,95 Milliarden Euro bekannt. Analysten hatten im Schnitt mit einem geringeren Gewinn von 3,90 Milliarden Euro gerechnet. Den vorläufigen Zahlen zufolge fiel der Umsatz im Vergleich zum ersten Halbjahr 2002 um 1,1 Prozent auf 14,82 Milliarden Euro. Ein Rückgang der Umsätze war wegen des Verkaufs einiger Vermögenswerte und schwächeren Währungen in Lateinamerika erwartet worden.

Der Telecom-Italia-Vorstand beauftragte Firmenchef Riccardo Ruggiero, Gespräche zum Kauf der im Hamburger Raum tätigen Telefongesellschaft HanseNet für 250 Millionen Euro abzuschließen. HanseNet gehört mehrheitlich noch der italienischen e.Biscom. Ein Londoner Analyst, der nicht namentlich zitiert werden wollte, bezeichnete den Preis als recht hoch. Solche Firmen würden üblicherweise mit dem eineinhalbfachen des jährlichen Umsatzes bewertet, sagte er. HanseNet erwartet für 2003 rund 100 Millionen Euro Umsatz.

Zwischen 2003 und 2005 will Telecom Italia nach Firmenangaben bis zu 600 Millionen Euro in sein Breitbandgeschäft außerhalb Italiens investieren.

Die Nettoschulden von Telecom Italia stiegen zum Ende des ersten Halbjahres auf 16,5 Milliarden Euro nach 16,1 Milliarden Euro im März, lagen damit aber noch unter dem Stand von Ende 2002 von 18,1 Milliarden Euro. Vor der Fusion mit dem hoch verschuldeten Mutterkonzern Olivetti, die Anfang August vollzogen werden soll, wird der Schuldenstand von Telecom Italia von Analysten genau verfolgt.

Der Olivetti-Konzern bezifferte seine Netto-Verschuldung per Ende Juni auf 32,14 Milliarden Euro nach 31,89 Milliarden Ende März. Der Betriebsgewinn sei im ersten Halbjahr um 12,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 3,39 Milliarden Euro gestiegen, teilte Olivetti mit.

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