Gewinn soll gesteigert werden
Highlight stellt erste Dividende in Aussicht

Den Aktionären von Highlight Communications könnte erstmals eine Dividende winken. Zudem will der Schweizer Filmrechtehändler 2004 Umsatz und Gewinn deutlich steigern. Positive Beiträge soll dabei auch die 2003 übernommene Tochter Constantin Film liefern.

HB FRANKFURT. Highlight erwarte für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz von 400 bis 420 Mill. Schweizer Franken, sagte Verwaltungsratsmitglied Ingo Mantzke am Mittwoch auf einer Investorenkonferenz in Frankfurt. Beim Gewinn nach Steuern erwarten wir mindestens 14,1 Mill. Schweizer Franken“, fügte er hinzu. 2003 hatte das im SDax gelistete Unternehmen einen Umsatz von 282 Mill. Franken und einen Nachsteuergewinn von 10,28 Mill. Franken erzielt.

Die zur Highlight-Gruppe gehörende Team Marketing hatte erst jüngst von der UEFA die Vermarktungsrechte für die Fußball-Champions-League bis 2009 verlängert bekommen. Die Highlight-Gruppe vermarktet die Champions League bereits seit 1992 und hatte in der Vergangenheit daraus einen Großteil ihrer Erträge gezogen.

Mantzke kündigte an, Highlight wolle seinen Aktionären für 2004 erstmals seit dem Börsengang vor fünf Jahren eine Dividende zahlen. Wie hoch diese ausfallen werden, wollte er nicht sagen. Für das Auftaktquartal hatte Highlight Mitte Mai einen Gewinn vor Steuern von 10,6 Mill. Franken ausgewiesen nach 8,4 Mill. Franken im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz hatte sich durch die Konsolidierung von Constantin auf 130,3 Mill. Franken mehr als verdreifacht. Highlight hatte bislang nur angekündigt, 2004 von allen Kernsparten Film, Home Entertainment sowie Sport und Veranstaltungsmarketing positive Ergebnisbeiträge zu erwarten.

Der Münchener Filmproduzent- und Verleiher Constantin, an dem Higlight gut 58 % hält, plant für das laufende Jahr einen Umsatzsprung auf 180 (Vorjahr 114,3) Mill. € und ein Gewinn vor Zinsen und Steuern von sechs Mill. €, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von rund zwölf Mill. € zu Buche stand. „Dass wird das erreichen können, hat das erste Quartal untermauert“, sagte Constantin-Chef Fred Kogel. Große Hoffnungen setzt Constantin vor allem auf den neuen Film „(T)Raumschiff Surprise - Periode 1“ von Michael „Bully“ Herbig, der mit dem „Der Schuh des Manitu“ den erfolgreichsten deutschen Kinofilm aller Zeiten gedreht hatte.

Nach den Worten Kogels ist Constantin Film an der Berliner Senator Entertainment interessiert. „Es gibt viele Interessenten an Senator“, sagte Kogel. Constantin sei einer von diesen. „Wir wollen noch nicht spezifieren, an was wir da genau Interesse haben, an einer Senator als Ganzes oder einzelnen Assets. Wir müssen uns das anschauen“, sagte Kogel. Senator hatte Anfang April Insolvenz angemeldet. Das bilanziell überschuldete Berliner Unternehmen hatte mit Filmen wie „Das Wunder von Bern“ und „Good Bye, Lenin!“ große Kinoerfolge gefeiert.

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