Gewinn stärker als erwartet gesteigert
Juniper überrascht Analysten

Der weltweit zweitgrößte Netzwerkausrüster Juniper Networks hat in seinem zweiten Geschäftsquartal Gewinn und Umsatz zwar stärker als von Analysten prognostiziert gesteigert, weitergehende Erwartungen der Märkte aber nicht erfüllt.

Reuters SAN FRANCISCO. Obwohl der Kurs der Aktien im nachbörslichen Handel sank, werteten Analysten die am Donnerstag vorgelegten Zahlen insgesamt als Beleg für einen positiven Ausblick. „Sie sagen uns tatsächlich, dass das Geschäft stabil ist“, sagte Steve Kamman von CIBC World Markets. Er wies auf die Talfahrt im Internetbereich im vergangenen Jahr hin und fügte hinzu. „Unverändert bis etwas höher in diesem Jahr ist eine phänomenale Verbesserung.“

Analysten sagten, die steigenden Umsätze in beiden Bereichen - Produkt und Service - signalisierten eine Entspannung beim Ausgabenverhalten der Juniper Networks-Kunden. Der Chef des Unternehmens, Scott Kriens, sprach von einem ermutigendem Ergebnis.

Danach hat sich der Netto-Gewinn in den drei Monaten bis zum 30. Juni auf 13,6 Mill. von 6,2 Mill. Dollar vor einem Jahr mehr als verdoppelt. Der Gewinn je Aktie sei auf drei (zwei) Cent gestiegen, teilte das in Kalifornien ansässige Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Der Konkurrent des Weltmarktführers Cisco Systems steigerte den Umsatz trotz anhaltend geringer Investitionen der Telekom-Branche um 41 % auf 165,1 Mill. von 117,0 Mill. Dollar in der Vorjahreszeit. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten im Durchschnitt den Gewinn je Aktie mit zwei Cent und den Umsatz mit 159,6 Mill. Dollar erwartet.

Dennoch sank der Kurs des Unternehmens im nachbörslichen Handel um fünf Prozent auf 13,44 Dollar, nachdem er zuvor bereits im Handelsverlauf um 5,1 % nachgegeben hatte. Ein Analyst verwies darauf, einige Anleger hätten gehofft, dass der Umsatz sowohl die Prognosen des Unternehmens als auch der Analysten übertreffen wird. Seit dem Tiefstand vom 12. März ist der Aktienkurs von Juniper Networks schon um 89 % gestiegen.

„Der zweite Quartal war stark“, sagte Juniper-Chef Kriens. Sein Unternehmen habe nicht nur auf dem US-Markt zugelegt, sondern etwa auch in Vietnam, Österreich und Brasilien. Es sei jedoch zu früh von einer Erholung des gebeutelten Telekom-Sektors zu sprechen. Von einem Wachstumstrend könne erst gesprochen werden, wenn die Ergebnisse diesen über einen längeren Zeitraum bestätigten.

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