Gewinn stieg auf 1,92 Milliarden Dollar
Microsoft steigert Gewinn und Umsatz

Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft hat im abgelaufenen Quartal Umsatz und Gewinn deutlich steigern können und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen einen weiteren soliden Umsatzanstieg.

Reuters SEATTLE. Microsoft, das seine Quartalszahlen am Donnerstag nach Börsenschluss vorlegte, führt das Ergebnis unter anderem auf die gewachsene Nachfrage nach seiner neuen Server-Software zurück. Den Angaben zufolge stieg der Reingewinn um 26 %, die Umsätze stiegen um elf Prozent.

Microsoft habe „ein ordentliches Quartal hinter sich und ein ordentliches Quartal vor sich“, fasste John Kraft, Analyst bei A.G. Edwards, die Situation bei Microsoft zusammen.

Nach Bekanntgabe der Zahlen legten die Aktien des Software- Riesen aus Redmond in Kalifornien im nachbörslichen Handel zu.

Im abgelaufenen Quartal sei der Nettogewinn von Microsoft auf 1,92 Mrd. Dollar von 1,53 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum gestiegen, teilte das Unternehmen mit. Der Gewinn je Aktie habe sich dabei auf 18 Cent von 14 Cent erhöht. Dabei seien Sonderbelastungen über 796 Mill. Dollar vor allem im Zusammenhang mit dem Rechtsstreit mit dem Medienkonzern AOL Time Warner - berücksichtigt worden. Ohne Berücksichtigung dieser Belastung lag der Gewinn je Aktie mit 23 Cent geringfügig unter der durchschnittlichen Analystenprognose von 24 Cent je Aktie.

Nach Angaben von Microsoft-Finanzchef John Connors trugen insbesondere die positiven Verkaufsergebnisse von Software zur Steuerung von Unternehmens-Netzwerken zu dem Umsatzplus von 8,07 Mrd. Dollar gegenüber 7,25 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum bei. Analysten hatten einen Umsatz von 7,87 Mrd. Dollar vorhergesagt. Microsoft sei „ein Unternehmen, dessen Server-Geschäft wirklich gut läuft bei ansonsten schwachem IT-Geschäft“, sagte Charles Di Bona, Branchenexperte bei Sanford C. Bernstein & Co.

Das Umsatzplus ergibt sich den Angaben von Microsoft zufolge zum Teil auch aus dem neuen Subskriptionssystem des Unternehmens. Dank dieses Abonnement-ähnlichen Preissystems hatte sich Microsoft bisher von der allgemeinen Schwäche des Software- und Technologie-Sektors weitgehend abschirmen können.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Microsoft einen weiteren Umsatzanstieg. Beim PC-Absatz weltweit sieht das Unternehmen nach Angaben Connors allerdings Zuwächse lediglich „im mittleren einstelligen Prozentbereich“ voraus. Der PC-Absatz sei in China zwar kräftig gewesen, vor allem in Deutschland und Japan aber die Nachfrage eher unbefriedigend geblieben, sagte Connor. Für das laufende Quartal erwartet Microsoft einen Umsatz zwischen 7,9 und 8,1 Mrd. Dollar. Im Geschäftsjahr zum 30. Juni 2004 rechne das Unternehmen mit einem Umsatzanstieg auf 34,2 bis 34,9 Mrd. Dollar von 32,187 Mrd. Dollar im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Steigende Umsätze erwartet Microsoft nach eigenen Angaben auch im Geschäft mit seiner XBox Video-Spielekonsole. Bis Ende Juni hatte das Unternehmen 9,4 Mill. XBoxen verkauft und erwartet bis Ende Juni 2004 eine Steigerung auf 14,5 bis 16 Millionen. Im traditionellen Windows-Software-Bereich verzeichnete Microsoft auf Jahresbasis gerechnet ein Umsatzplus von vier Prozent auf 2,5 Mrd. Dollar, während der Umsatz bei dem seit April im Handel erhältlichen Update der Server-Software im gleichen Zeitraum um 21 % auf 1,93 Mrd. Dollar kletterte. Server sorgen für die Verbindung von Computern innerhalb von Netzwerken, für den E-Mail-Verkehr und für Datenbanken in Unternehmen.

Die Beteiligung der Mitarbeiter von Microsoft wird sich in Zukunft verändern. Das Unternehmen hatte erst kürzlich mitgeteilt, das bisher auch bei Microsoft übliche Options-Modell zu Gunsten einer Aktienbeteiligung aufzugeben.

Der Kurs der Microsoft-Aktie stieg im nachbörslichen Handel auf 27,30 Dollar von 26,69 Dollar beim Börsenschluss der Nasdaq.

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