Gewinn wie erwartet kräftig gestiegen
Hohe Lagerbestände belasten Intel

Intel hat seine Bruttogewinnmarge für das laufende Jahre leicht gesenkt und gab einen deutlichen Anstieg seiner Lagerbestände bekannt. Von April bis Juni seien die Lagerbestände um 15 Prozent auf 3,22 Milliarden US-Dollar angewachsen, teilte Intel am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Sowohl in Asien als auch in Europa belasteten die Intel-Zahlen die Börsen.

HB SAN FRANCISCO/MÜNCHEN. „Das könnte eine Warnung sein“, urteilte ein Analyst und ergänzte, damit zeichneten sich womöglich Abschreibungen ab. „Das heißt, dass sie größere Kapazitäten haben als sie brauchen, um die Nachfrage zu erfüllen, und wenn das der Fall ist, könnten die Margen deutlich nachlassen“, fügte Cary Nordan von BB&T Asset Management hinzu. Intel-Finanzchef Andy Bryant kündigte einen Lagerabbau bis zum Jahresende um mehrere hundert Millionen Dollar an. Intel werde den Ausstoß einiger Produkte reduzieren, fügte er hinzu.

„Wir erwarten weiterhin Wachstum in allen Bereichen“, sagte Intel-Deutschlandchef Hannes Schwaderer. Der Lageraufbau sei kein Hinweis auf ein Abflauen der Branchenkonjunktur „Ich kann das auf keinen Fall als Abschwächung bezeichnen.“ Dem Platzen der Internet-Blase 2000 war ein Lageraufbau der Hardware-Hersteller vorausgegangen.

Intel senkte zugleich die Prognose für Bruttogewinnmarge im Gesamtjahr auf 60 Prozent von bislang 62 Prozent und nannte als Grund steigende Nachfrage nach Produkten mit geringeren Renditen sowie leicht sinkende Preise für Mikroprozessoren. „Ich denke, zum Teil ist dafür das raschere Wachstum bei bestimmten Eletronikteilen wie Flash-Speicher, Chipsets und PC-Hauptplatinen verantwortlich“, sagte Krishna Shankar von JMP Securities.

Im zum 26. Juni abgelaufenen Quartal erhöhte Intel den Umsatz im Vorjahresvergleich um 18 Prozent auf 8,05 Milliarden Dollar, wobei insbesondere Chips für Handys und andere elektronische Kleingeräte zulegen konnten. Der Gewinn verdoppelte sich im Vorjahresvergleich mit 27 (14) Cent je Aktie beinahe. Intel traf damit die Erwartungen der Investoren.

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