Gewinnanstieg im Quartal
E-Plus hilft seiner niederländischen Mutter auf die Sprünge

Die Billigmarken-Strategie des Mobilfunkanbieters E-Plus zahlt sich aus. Die Düsseldorfer Tochter des niederländischen KPN-Konzerns hat im ersten Quartal dieses Jahres eine deutliche Gewinnsteigerung erreichen können und damit Schwächen der Muttergesellschaft zum Teil ausgeglichen.

HB DÜSSELDORF. Die Billig- und Zweitmarken des Mobilfunkbetreibers E-Plus entwickeln sich immer mehr zu einer Erfolgsgeschichte des Unternehmens. Inzwischen wickelten 5,1 Millionen Kunden ihre Telefonate über die Mitte 2005 gestarteten Marken (Simyo, Base, Aldi, Ay Yildiz, Viva) ab, teilte E-Plus am Dienstag bei der Vorlage der Quartalszahlen in Düsseldorf mit. Das ist mehr als ein Drittel des gesamten Kundenbestandes. Insgesamt zählte die deutsche Tochterfirma der niederländischen KPN Ende März 13,1 Millionen Kunden, ein Zuwachs von 498 000 seit Jahresbeginn.

Nach weiteren Angaben des Unternehmens kletterte der Umsatz in den ersten drei Monaten 2007 um 13,5 Prozent auf 660 Millionen Euro. Noch besser schnitt E-Plus beim operativen Ergebnis ab. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbessert sich von Null auf 75 Millionen Euro. „Trotz sinkender Preise und starker Wettbewerbsaktivitäten setzen wir unseren Wachstumskurs fort“, sagte E-Plus-Chef Thorsten Dirks. E-Plus habe im Laufe des ersten Quartals attraktive Tarife gestartet und den Umbau ihrer Geschäftsbereiche abgeschlossen. Das werde die Wettbewerbsposition weiter festigen, sagte er.

Der niederländische Telekommunikationskonzern KPN hat in den ersten drei Monaten dieses Jahres einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet. Der Überschuss des Mutterkonzerns von E-Plus sank laut der vorgelegten Zahlen von 384 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf jetzt 313 Millionen Euro. Der Umsatz blieb stabil bei 2,9 Milliarden Euro.

Vor allem E-Plus bewahrte KPN mit seinem guten Ergebnis vor schlechteren Zahlen. In den Niederlanden ging der operative Gewinn von KPN von 513 auf 416 Millionen Euro zurück. Auch musste das Unternehmen auf dem heimischen Markt wieder einen Rückgang der Festnetzanschlüsse verzeichnen und machte mit gut 2 Milliarden Euro etwas weniger Umsatz als im Vorjahr.

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