Gewinne für 2001 wurden falsch ausgewiesen
AT&T verdoppelt Gewinn

Bei AT&T sind die Umsätze zwar deutlich gesunken, trotzdem hat der größte amerikanische Telekomkonzern seinen Gewinn mehr als verdoppelt: Der Gewinn stieg um 8,1 Prozent auf 418 Millionen Dollar, teilte AT&T am Dienstag mit.

HB BEDMINSTER. Die Erlöse sanken im Jahresvergleich um 8,1 Prozent auf 8,6 Mrd. Dollar (7,4 Mrd. Euro). Der Gewinn stieg auf 418 Mill. Dollar oder 53 Cent je Aktie von 207 Mill. Dollar oder 26 Cent je Aktie im Vorjahr. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft betrug 58 (Vorjahr: 67) Cent je Aktie.

Für die ersten neun Monate des Jahres ergibt sich damit ein Umsatzrückgang um 7,3 Prozent auf 25,4 Mrd. Dollar. Der Gewinn betrug 1,5 Mrd. Dollar nach 13,6 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Pro Aktie verdiente AT&T 1,94 Dollar gegenüber roten Zahlen von 17,92 Dollar im Januar-September-Abschnitt 2002.

AT&T gab außerdem bekannt, dass die Gewinne für die Jahre 2001 und 2002 teilweise zu hoch ausgewiesen wurden. Zwei Mitarbeiter hätten die internen Kontrollen des Unternehmens umgangen, hieß es zur Begründung. AT&T habe deshalb Verpflichtungen für Zugangs- und andere Verbindungsgebühren um 125 Mill. Dollar zu niedrig ausgewiesen. Das Unternehmen verbuchte diese Ausgaben im dritten Quartal dieses Jahres.

Falls die Kosten ordnungsgemäß verbucht worden wären, wäre der Jahresgewinn aus dem laufenden Geschäft im Jahr 2001 um 32 Mill. Dollar oder vier Cent je Aktie und im Jahr 2002 um 45 Mill. Dollar oder sechs Cent je Aktie niedriger ausgefallen. Nach dem Fall seien personelle Konsequenzen gezogen und die internen Kontrollen verbessert worden, betonte AT&T.

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