Gewinne im ersten Quartal

Ebay überrascht mit starken Zahlen

Ebay darf sich freuen: Der Online-Handelskonzern hat einen guten Jahresauftakt hingelegt und überraschte damit die Anleger. Die Börse reagierte sofort. Ebays Probleme sind dadurch aber längst nicht beseitigt.
Update: 23.04.2015 - 03:51 Uhr Kommentieren

Kerngeschäft schrumpft: Ebay kämpft mit alten Problemen

Kerngeschäft schrumpft: Ebay kämpft mit alten Problemen

San JoseDer vor der Abspaltung von eBay stehende Bezahldienst PayPal hat dem Online-Händler einen erfolgreichen Jahresauftakt beschert. Die Einnahmen des Dienstes stiegen kräftig an, während das klassische Marktplatz- und Auktionsgeschäft des US-Konzerns angesichts des scharfen Wettbewerbs schrumpfte. Zudem macht eBay der starke Dollar zu schaffen, weshalb die am Mittwoch nach US-Börsenschluss vorgelegte Umsatzprognose für das laufende Quartal und das Gesamtjahr unter den Erwartungen blieb. Ebay-Aktien stiegen nachbörslich dennoch um fünf Prozent an.

Paypal steigerte seine Einnahmen im ersten Quartal um 14 Prozent auf 2,11 Milliarden Dollar. Im Marktplatz-Kerngeschäft gab es indes einen Rückgang von vier Prozent. Am Ende stand für den Konzern ein Plus von rund vier Prozent auf 4,45 Milliarden Dollar. Der Gewinn betrug 626 Millionen Dollar, nachdem es vor Jahresfrist noch einen Verlust gab. Der war aber auf eine Steuerlast zurückzuführen, die eBay bei der Rückholung von Auslandsgewinnen entstand.

Die bereits angekündigte Abspaltung von Paypal soll eBay zufolge im dritten Quartal erfolgen. Den Schritt hatte vor allem der Großaktionär Carl Icahn gefordert und das eBay-Management hatte sich ihm nach anfänglicher Ablehnung gebeugt. Icahn hatte argumentiert, eBay und PayPal könnten getrennt voneinander insgesamt mehr wert sein und stärker wachsen als gemeinsam. Wie es nach der Abspaltung mit dem eBay-Rest weitergeht. ist offen - möglicherweise wird er verkauft. Als mögliche Interessenten gelten an der Börse Amazon, der chinesische Online-Händler Alibaba und Google.

Aus den Kindertagen des Internets
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Google

Am 4. September 1998 wurde die Suchmaschine Google offiziell in Betrieb genommen. Während sich Farbe und Logo seitdem kaum verändert haben, wurde der Funktionsumfang der Suche stark erweitert – von Bildern über Videos bis hin zu Büchern und Nachrichten kann man damit alles gezielt suchen.
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YouTube

Im Februar 2005 startete der Webvideodienst YouTube. Bis auf das Logo sieht die Seite heute völlig anders aus. Das erste Video stammt vom YouTube-Gründer Jawed Karim und zeigt ihn bei einem Zoobesuch.
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Xing

Das bekannte Vernetzungsportal Xing startete 2003 unter dem Namen OpenBC. Erst 2007 wurde der Name auf Xing geändert. Der Name bedeutet im Chinesischen so viel wie „es funktioniert“, im Englischen steht es als Abkürzung für „Crossing“, also Kreuzung.
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twitter
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Twitter

Im März 2006 schrieb Twitter-Mitgründer Jack Dorsey die erste Nachricht auf dem Kurznachrichtennetzwerk. Sie lautete schlicht „Just setting up my twttr“ – „Ich setze gerade mein twttr auf.“ Offiziell veröffentlicht wurde die Plattform im Juli 2006, sie nannte sich damals noch twttr und nicht nur das Logo hat sich seitdem stark verändert. Twitter hat heutzutage 271 Millionen Accounts und ist seit Ende 2013 börsennotiert.
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Amazon

Im Oktober 1995 öffnete sich Amazon.com der breiten Masse. Die Seite war ursprünglich als Online-Buchhandlung für den US-Markt angelegt worden. 1998 kam der Dienst dann auch nach Deutschland. Laut dem Bundesverband des Deutschen Versandhandels erzielte Amazon im Jahr 2012 ein Fünftel des gesamten deutschen Online-Versandhandelsumsatzes.
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facebook
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Facebook

Dank des Films „Social Network“ ist die Geschichte von Facebook sogar im Kino aufgeführt worden. 2004 wurde das ursprünglich als digitales Jahrbuch für die Harvard-Universität gedachte Netzwerk gestartet, entwickelte sich allerdings rasch weiter – 10 Jahre später ist es das wichtigste Soziale Netzwerk der Welt.
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Yahoo!

Yahoo wurde 1994 von Stanford-Studenten entwickelt. Die Idee der Suchmaschine war, alle Webinhalte in Kategorien einzuordnen – was in der damaligen Zeit auf Grund der begrenzten Internetinhalte noch möglich war. Yahoo entwickelte sich schnell: schon im Herbst 1994 meldete die Seite eine Million Anfragen und 100.000 Nutzer.
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Für das laufende Quartal sagte eBay einen Umsatz zwischen 4,40 und 4,50 Milliarden und für das Gesamtjahr von 18,35 bis 18,85 Milliarden Dollar voraus. Analysten hatten bislang im Schnitt 4,57 beziehungsweise 18,96 Milliarden erwartet. Grund sei der starke Dollar, erklärte eBay. Der Konzern erwirtschaftet mehr als die Hälfte seines Umsatzes außerhalb der USA. Der Dollar war im vergangenen Jahr gegenüber großen anderen Währungen um 23 Prozent gestiegen. „Wir hatten ein starkes erstes Quartal“, kommentierte Ebay-Chef John Donahoe.

Allerdings bleiben Ebays Probleme bestehen. Der Umsatz der Kernsparte, des unter anderem mit dem E-Commerce-Giganten Amazon konkurrierenden Online-Marktplatzes, fiel um vier Prozent auf gut zwei Milliarden Dollar.

In der ebenfalls vor der Abtrennung stehenden Sparte Ebay Enterprise nahmen die Erlöse um sieben Prozent auf 288 Millionen Dollar zu. In dem Geschäftsfeld bietet Ebay Firmen Dienstleistungen rund um den Onlinehandel an. Bevor der Konzern in seine Einzelteile zerlegt wird, fallen 2400 Jobs weg - das sind etwa sieben Prozent der Belegschaft.

  • dpa
  • rtr
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