Gewinneinbruch
Opera hadert mit dem Kunden Nokia

Der norwegische Anbieter von Internet-Browsern Opera hat im zweiten Quartal dieses Jahres einen Gewinneinbruch verzeichnet. Grund für die Einbußen seien die drastisch gesunkenen Lizenz-Einnahmen des größten Kunden, des finnischen Handy-Herstellers Nokia.

hst STOCKHOLM. Durch drastisch gesunkene Lizenz-Einnahmen des Handy-Herstellers Nokia sank das Betriebsergebnis von 7,8 Millionen Kronen vor einem Jahr auf jetzt 2,2 Millionen Kronen (umgerechnet 273 000 Euro). Der Umsatz stieg um 29 Prozent auf 52,2 Millionen Kronen.

Ob sich die Situation bessert ist offen: Opera-Chef Jon von Tetzchner bezeichnete die künftigen Bestellungen des Handy-Browsers vom Großkunden Nokia als „unsicher“. Experten hatten damit gerechnet, dass Nokia, die mittlerweile immer häufiger einen eigenen Browser verwenden, vom US-Konzern Motorola als größtem Opera-Kunden abgelöst werden könnte. Bislang ist das jedoch noch nicht geschehen, und von Tetzchner wollte keinen Zeitrahmen nennen, wann er mit größeren Bestellungen des US-Konzerns rechne. Die Aktie von Opera stürzte an der Börse in Oslo nach der Mitteilung des Unternehmens um über 30 Prozent ab. Die Bank SEB Enskilda kündigte an, ihre Prognosen für Opera deutlich nach unten zu revidieren.

Unumstritten ist bei Fachleuten, dass Internet-Browser für Handys eine wachsende Bedeutung haben. Allerdings entwickeln Unternehmen wie Nokia immer häufiger eigene Software für den mobilen Internet-Zugang. Bisher zählen zu den Opera-Kunden Konzerne wie Nokia, Motorola, Sony Ericsson, Ebay und Nintendo.

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