Gewinneinbruch
Xerox kommt glimpflich davon

Bei Xerox ist der Quartalsgewinn bei leicht gestiegenem Umsatz um 39 Prozent eingebrochen. Analysten hatten allerdings einen noch stärkeren Rückgang erwartet.

dpa-afx STAMFORD. Ein Jahr zuvor hatte der US-Hersteller von Druckern und Kopiergeräten einen positiven Steuereffekt verbucht, der den Gewinn damals deutlich in die Höhe trieb.

Für das laufende dritte Jahresviertel zeigte sich Xerox am Dienstag derweil pessimistischer als die Analysten. Xerox rechnet mit einem Gewinn von 0,20 bis 0,22 Dollar je Aktie, wie die Gesellschaft in Stamford vor US-Börseneröffnung bekannt gab. Von Thomson Financial befragte Experten erwarten derzeit im Schnitt 0,23 Dollar.

Im zweiten Quartal sackte der Überschuss von 423 auf 260 Mill. Dollar ab. Je Aktie erzielte Xerox im Berichtsquartal einen Gewinn von 0,26 Dollar. Analysten hatten allerdings mit einem noch größeren Rückgang auf 0,23 Dollar gerechnet. Der Umsatz stieg um ein Prozent auf 3,977 Mrd. Dollar. Auch hier übertraf Xerox Analystenerwartungen. Experten hatten im Schnitt einen Umsatzanstieg auf 3,95 Mrd. Dollar vorhergesagt.

Xerox-Chefin Anne Mulcahy begründete die Erlöszuwächse mit einer höheren Nachfrage nach Xeroxs Dienstleistungen im Bereich Digital- und Farbdrucksystemen. Der Umsatz kletterte in diesem Bereich um 14 Prozent und machte damit rund ein Drittel von Xeroxs Gesamterlösen aus. "Die Zahl der Seiten, die auf Xerox-Farbsystemen gedruckt wurden, stieg im Quartal um 40 Prozent", sagte Mulcahy.

Außerdem sei die Nachfrage nach Dokumentverwaltungs-Dienstleistungen weiter gut. Das alles trage zu gesunden jährlichen Zahlungsströmen für Xerox-Leistungen bei. Außerdem achtete Xerox laut der Unternehmenschefin auf Kosten. Daher hätten sich die Bruttomargen verbessert. Diese Gewinnspanne erhöhte sich auf 41,1 Prozent. Im Jahresvergleich stieg sie damit 0,7 Prozentpunkte und gegenüber dem Vorquartal um fast einen Prozentpunkt. Die Geräte-Umsätze stagnierten derweil.

Im Berichtsquartal erwarb Xerox eigene Aktien für insgesamt 225 Mill. Dollar. Damit sei das eine Milliarde Dollar schwere Aktienrückkaufprogramm fast beendet, sagte Mulcahy. Xerox werde angesichts seiner Finanzstärke weitere eigener Titel im Gesamtwert von bis zu 500 Mill. Dollar kaufen. In der ersten Jahreshälfte 2006 hatte Xerox nach den Angaben Aktien für insgesamt 895 Mill. Dollar zurückgekauft. Das entsprechende Programm läuft seit vergangenen Oktober.

In den vergangenen Jahren war der zuvor schwächelnde Anbieter von Druck- und Kopiersystemen wieder in die Gewinnzone gekehrt. Dies war Xerox unter anderem mit der Einführung dutzender neuer Produkte sowie dem Abbau von tausenden Stellen gelungen. Ende Juni beschäftigte die US-Gesellschaft weltweit 55 100 Menschen und damit 100 weniger als noch zum Ende des Vorjahres. Xerox begründete den Rückgang auch mit dem weiteren Konzernumbau.

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