Gewinnprognosen dank Telekom-Sparte übertroffen
Transrapid-Rückschlag trübt Siemens-Erfolg leicht

Der Siemens-Konzern ist mit einem deutlichen Gewinnzuwachs ins neue Geschäftsjahr 2003/04 gestartet. Vor allem das Telekommunikationsgeschäft ist deutlich angezogen und hat damit die Branchenexperten überrascht. Mit dem Zuschlag für die Transrapid-Strecke Peking-Schanghai rechnet der Siemens-Chef jedoch nicht mehr.

HB MÜNCHEN. Vorstandschef Heinrich von Pierer bekräftigte am Donnerstag zur Hauptversammlung in München, dass der Jahresüberschuss im laufenden Geschäftsjahr (Ende September) prozentual zweistellig wachsen soll. Der hohe Euro-Wechselkurs belaste Siemens dank der weltweiten Präsenz des Konzerns geringer als andere europäische Unternehmen. Die Siemens-Aktie gehörte am Vormittag mit einem Plus von bis zu 2,4 % auf rund 68,80 € zu den stärksten Titeln im Deutschen Aktienindex.

„Sie können sich vorstellen, dass ich mit dem Quartal sehr zufrieden bin“, resümierte von Pierer. Das operative Ergebnis habe im Zeitraum Oktober bis Dezember auf 1,361 Mrd. € zugelegt von 1,097 Mrd. € ein Jahr zuvor. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt 1,165 Mrd. € erwartet. Den Umsatz nannte Siemens mit 18,33 (Vorjahr: 18,84) Mrd. €, den Überschuss mit 726 (521) Mill. €.

Der Siemens-Chef gab sich optimistisch zur weiteren Geschäftsentwicklung in diesem Jahr. Die Gewinnprognose stehe allerdings unter dem Vorbehalt, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht wieder verschlechtern, schränkte von Pierer ein. Der Ergebnisplanung liege ein Euro-Wechselkurs von 1,30 Dollar zu Grunde, fügte er hinzu.

Größter Ertragsbringer im abgelaufenen Quartal war nach Siemens-Angaben die seit Jahren starke Medizintechnik, die größte Ergebnissteigerung erreichte aber die vor Jahresfrist defizitäre Netzwerksparte ICN. Die Telekommunikationssparten ICN und ICM (Mobilfunk) profitierten offenbar vom aufgehellten Branchenklima. „Das ist schon eine beachtliche Leistung“, urteilte von Pierer über das Ergebnis der Sparten, die deutlich besser als von Analysten erwartet abschnitten.

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