Gewinnrückgang bei Telekom-Konzern
Swisscom von Rückstellungen belastet

Der größte schweizerische Telekom-Konzern Swisscom hat im ersten Halbjahr den Umsatz dank einer Übernahme gesteigert, wegen Abschreibungen und Rückstelllungen aber weniger verdient. Das Unternehmen zeigt aber, wie trotz Preissenkungen Umsatzrückgänge verhindert werden.

HB ZÜRICH. Der Nettogewinn sank um zehn Prozent auf 840 Mill. Franken (520 Mill. Euro), während der Umsatz um 18 Prozent auf 5,99 Mrd. Franken (3,7 Mrd. Euro) zulegte, wie das mehrheitlich vom Schweizer Staat kontrollierte Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Swisscom hatte vergangenes Jahr den italienischen Breitband-Anbieter Fastweb gekauft und musste in erster Linie wegen dieser Transaktion in den ersten sechs Monaten rund eine Mrd. Franken abschreiben, ein Fünftel mehr als im Vorjahreszeitraum. Zudem wurden Leasingvereinbarungen für die technische Anlagen vorzeitig aufgelöst, weshalb Rückstellung von 126 Mill. Franken gebildet werden mussten, welche den Reingewinn zusätzlich belasteten.

Für das Gesamtjahr erwartet Swisscom weiterhin einen Umsatzanstieg auf rund 12,3 Mrd. Franken und ein operatives Ergebnis (Ebitda) von rund 4,8 Mrd. Franken. In den ersten sechs Monaten betrug das Ebitda 2,43 Mrd. Franken.

Das Kerngeschäft in der Schweiz blieb mit 4,23 Mrd. Umsatz praktisch stabil. Neue Kunden, die höhere Datennutzung mit mobilen Endgeräten und ein guter Start des DSL-Fernsehens (IPTV) haben den Umsatzrückgang aufgrund von Preissenkungen im Umfang von über 200 Millionen Franken fast vollständig kompensiert, hiess es.

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