Gewinnrückgang im Quartal
Samsung verdient weniger Geld

Wegen sinkender Margen im Handygeschäft hat der führende südkoreanische Elektronikkonzern Samsung Electronics im zweiten Quartal dieses Jahres einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet. Zugleich wurde angekündigt, dass zusammen mit Siltronic ein Wafer-Werk in Singapur gebaut wird.

HB SEOUL. Der Gewinn von Samsung ging in den drei Monaten um elf Prozent zurück. Der Überschuss sei von 1,7 Billionen Won im gleichen Vorjahreszeitraum auf knapp 1,5 Billionen Won (1,2 Mrd. Euro) geschrumpft, teilte der weltgrößte Hersteller von Speicherchips am Freitag in Seoul mit. Der Umsatz stieg um 3,8 Prozent auf 14,1 Billionen Won.

Die Erlöse im Handygeschäft fielen den Angaben zufolge in den Monaten April bis Juni im Vorjahresvergleich um vier Prozent und im Vergleich zum Vorquartal um acht Prozent auf knapp vier Billionen Won. Das Unternehmen, das der drittgrößte Hersteller von Mobiltelefonen ist, erwartet für das dritte Quartal wieder einen Aufschwung.

Dank neuer, superflacher Modelle werde die Nachfrage nach Handys im weiteren Jahresverlauf ansteigen, teilte Samsung Electronics mit. Damit will der Konzern dem Marktführer Nokia Paroli bieten und an den Erfolg des Konkurrenten Motorola mit dessen RAZR-Modell anknüpfen. Im zweiten Quartal waren die Handy-Auslieferungen im Vergleich zum Vorquartal um knapp drei Mill. auf 26,3 Mill. Stück gesunken. Für die zweite Jahreshälfte hofft Samsung hier auch saisonbedingt mit einem Auftrieb.

Börsenexperten begrüßten die Ankündigung. „Samsung führt in der zweiten Jahreshälfte neue Modelle ein, und ich glaube, sie werden Motorola herausfordern und einiges an Wettbewerbsfähigkeit zurückgewinnen können“, sagte Kim Yung Min von Korea Investment Trust Management. Samsung-Aktien gaben an der Börse in einem sehr schwachen Marktumfels 2,5 Prozent nach.

Samsung ist zudem weltweit Nummer zwei bei LCD-Flachbildschirmen und rechnet damit, dass sich die Preise für diese Geräte nach einem aggressiven Preiswettkampf im Vorfeld der Fußball-WM wieder erholen. Im Geschäft mit Halbleitern und Flüssigkristall-Modulen (LCD) verbuchte Samsung im zweiten Vierteljahr einen Umsatzanstieg von zwei Prozent auf 4,4 Billionen Won beziehungsweise um sechs Prozent auf 2,85 Billionen Won. Dank der steigenden Nachfrage nach großen Fernsehgeräten sei vor allem sei das Volumen bei großen LCD- Flachbildschirmen von 40 Zoll und größer im Vergleich zum ersten Quartal um 87 Prozent auf 1,2 Mill. Einheiten gestiegen, teilte Samsung mit. Mit dem südkoreanisch-niederländischen Unternehmen LG.Philips LCD ist Samsung der größte Hersteller von Flüssigkristalldisplays (LCD).

Seite 1:

Samsung verdient weniger Geld

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%