
Santa ClaraDie schwachen Verkäufe von Tischrechnern und Notebooks machen dem weltgrößten Halbleiter-Konzern Intel weiterhin zu schaffen. Im vierten Quartal sank der Umsatz um 3 Prozent auf 13,5 Milliarden Dollar (10,2 Mrd Euro). Der Gewinn schrumpfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum angesichts gestiegener Kosten sogar um 27 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar.
Intel-Chef Paul Otellini sprach am Donnerstag von einem „herausfordernden Umfeld“. Intel dominiert mit seinen Prozessoren zwar den PC-Markt, doch schafft es das Unternehmen aus dem kalifornischen Santa Clara seit Jahren nicht, im boomenden Geschäft mit Smartphones und Tablets Fuß zu fassen. Dort ist die stromsparende Chip-Architektur der britischen Entwicklungsfirma ARM führend.
Intel machte mit PC-Prozessoren 6 Prozent weniger Umsatz. Dagegen legte der zweite große Zweig mit Chips für Speichersysteme und große Firmenrechner um 4 Prozent zu. Hier ist Leistung gefordert statt größtmöglicher Sparsamkeit.
Der PC-Markt in Deutschland ist umkämpft. Der Absatz ist im dritten Quartal 2012 um 19 Prozent auf 2,68 Millionen Computer gesunken, wie das auf IT-Themen spezialisierte Marktforschungsunternehmen Gartner ermittelt hat. Belebung könnte allerdings die Markteinführung des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows 8 gebracht haben – diese schlägt sich in den Zahlen noch nicht nieder.
Die Nummer 1 in Deutschland ist Lenovo. Das chinesische Unternehmen verkaufte zwischen Juli und September 421.000 Geräte, ähnlich viele wie im Vorjahreszeitraum. Da der Markt schrumpfte, konnte Lenovo seinen Anteil damit auf 15,8 Prozent steigern.
Acer musste massive Einbußen von mehr als 11 Prozent hinnehmen, verzeichnet aber trotzdem mit 14,7 Prozent etwas mehr Marktanteil als noch vor einem Jahr. 392.000 Geräte verkaufte das taiwanische Unternehmen in Deutschland.
Noch bitterer lief es für Hewlett-Packard, einst die Nummer 1 im PC-Markt: Der US-Hersteller verkaufte im dritten Quartal nur noch 336.000 PCs, fast ein Drittel weniger als im Vorjahr. Der Marktanteil schrumpfte auf 12,6 Prozent.
Dell verkaufte 206.000 PCs, rund 35.000 weniger als im dritten Quartal des Vorjahres – da andere Hersteller größere Einbußen hatten, stieg der Marktanteil damit aber leicht auf 7,7 Prozent.
Ein besonders schlechtes Jahr hatte Asus: Der Absatz brach um 37,8 Prozent auf 196.000 Geräte ein. Marktanteil: 7,3 Prozent.
Intels schwaches Geschäft im wichtigen Weihnachtsquartal war abzusehen gewesen, denn der PC-Absatz war geschrumpft. Die Marktforschungsfirma Gartner errechnete ein Minus von 4,9 Prozent auf 90,3 Millionen Notebooks und Desktops. Konkurrent IDC ermittelte einen Rückgang von 6,4 Prozent auf 89,8 Millionen Geräte.
Privatkunden greifen verstärkt zum Tablet-Computer, wenn sie nicht unbedingt viel Rechenleistung oder eine Tastatur benötigen. Auch viele Unternehmen halten sich angesichts der unsicheren Wirtschaftslage beim Kauf neuer Computer zurück. Der kleinere Intel-Rivale AMD zog bereits die Konsequenzen und kündigte den Abbau von jeder siebten Stelle an.

Hallo Lungomolch, probiere ein Tablet aus,
meine Augen sind nicht mehr die besten und ich komme mit dem IPAD3 besser und streßfreier klar aös mit einem 19 Zöller. Wenn ich viel schreibe, schließe ich eine Bluetooth-Tastatur an und Scannen und Drucken läuft wunderbar und kabellos.
Den Verlust der Muas begrüße, denn ich habe die Informationen und Reaktionen with my Fingertips. Wr haben ein Anwaltsbüro und einen Dinosaurier (=PC) nutzen wir nur noch selten.
Doch, zugegeben bei Unternehmungen, besonders bei mittleren und Großen wird der PC vorläufig, das Geschehen bestimmen. Doch, wie lange noch?

Ist der Smartphone Hype vielleicht nur eine vorübergehende Modeerscheinung? Für mich ist ein richtiger PC mit großem Bildschirm, Maus, Tastatur, Drucker, Scanner usw. nicht mehr wegzudenken.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass irgendwann in den Firmen nur noch mit Tablet-PCs, die über Touchscreens bedient werden, gearbeitet wird. Darunter würde die Arbeitsqualität erheblich leiden.
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