Gewinnsprung

Nokia bleibt in China stark

Während Konkurrenten unter der abflauenden Konjunktur in China leiden, kann Nokia dort auftrumpfen. Der Netzwerkausrüster meldet für das dritte Quartal deutlich mehr Gewinn als erwartet.
Das Unternehmen hat mit seinem Gewinn die Erwartungen der Analysten übertrumpft. Quelle: Reuters
Nokia-Zentrale in Espoo

Das Unternehmen hat mit seinem Gewinn die Erwartungen der Analysten übertrumpft.

(Foto: Reuters)

Helsinki/ParisDer Netzwerkausrüster Nokia hat dank eines starken China-Geschäfts einen deutlich höheren Gewinn eingefahren als von Experten erwartet. Die weltweite Nummer drei der Branche legte am Donnerstag für das dritte Quartal einen operativen Gewinn von 391 Millionen Euro vor, was grob dem Vorjahreswert entspricht. Allerdings hatten von Reuters befragte Analysten nur mit 297 Millionen Euro gerechnet.

Nokia kündigte zudem an, in den kommenden Jahren vier Milliarden Euro durch Dividenden-Zahlungen und Aktienrückkäufe ausschütten zu wollen. Experten hatten mit Bangen auf die Nokia-Zahlen gewartet, nachdem Branchenführer Ericsson wegen der Konjunkturschwäche in China bei Gewinn und Umsatz enttäuscht hatte.

Nokia geht zudem davon aus, dass die geplanten Einsparungen durch die Übernahme von Alcatel-Lucent von 900 Millionen Euro nun schon 2018 und damit ein Jahr früher als bislang erwartet erzielt werden. Nokia ist auf Kurs, die Genehmigungen für den Kauf von Alcatel-Lucent für 15,6 Milliarden Euro zu erhalten.

Wie Nokia die Handywelt prägte
Die ersten Mobiltelefone
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„Connecting people“ lautete der Slogan von Nokia. Und in der Tat hat das Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten Millionen von Menschen verbunden – früher mit den ersten, koffergroßen Telefonen für unterwegs, zwischendurch mit Bestsellern wie dem 5110, später mit den Lumia-Smartphones.

Mobira Senator
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1982 stellte Nokia sein erstes Mobiltelefon vor, das heute nicht besonders mobil wirkt: Das Modell Mobira Senator ließ sich mit einem Tragegriffs aus dem Auto heben. Zumindest wenn man kräftig zupackte, wog das Gerät doch knapp zehn Kilogramm. Nach wenigen Stunden musste es wieder aufgeladen werden. Damals war es indes eine Sensation.

Mobira Cityman
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Nokia arbeitete daran, seine Telefone zu schrumpfen. Ende der 1980er Jahre brachte das Unternehmen den Mobira Cityman heraus – hier in einer Aufnahme von 2010 in der Hand des damaligen Nokia-Chefs Olli-Pekka Kallasvuo. Dieses 800 Gramm schwere und 10.000 D-Mark teure Gerät hatte nur noch die Ausmaße eines großen Telefonhörers. Berühmtheit erlangte es, als Michail Gorbatschow damit während eines Deutschland-Besuches 1989 in Moskau anrief und sein Büro über die Wiedervereinigungspläne informierte.

MikroMikko
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Wenig bekannt: Nokia entwickelte bereits in den 1980er Jahren Computer, hier ein Gerät der vierten Generation. Anfang der 1990er Jahre verkaufte das Unternehmen die Sparte aber.

Nokia 1011
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Mit der Zeit wurden die Mobiltelefone immer kompakter – so auch das Nokia 1011, das Ende 1992 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Besonderheit: Es war das erste massentaugliche Gerät, das mit dem Mobilfunkstandard GSM lief. In den Speicher passten 99 Telefonnummern.

Nokia 5110
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Mit dem 5110 wurden die Nokia-Geräte massentauglich – dieses ab 1998 verkaufte Modell sah man überall auf der Straße. Die Vorteile: Es war relativ günstig, nahezu unverwüstlich und ließ sich mit Wechselschalen optisch aufwerten. Zudem hatte es als eines der ersten Handys das Spiel „Snake“ an Bord.

Nokia 8110
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Dieses Handy hat Filmgeschichte gemacht: Im Science-Fiction-Streifen „Matrix“ nutzt der Hacker Neo das Nokia 8110 – unter anderem in der dramatischen Szene, als er vor Agent Smith aus seinem Büro flieht. Weil es im geöffneten Zustand gebogen war, bezeichneten viele das Gerät auch als Bananenhandy.

Die Frankoamerikaner gaben ihrerseits am Donnerstag einen um fünf Prozent höheren Umsatz auf vergleichbarer Basis von 3,43 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von 212 Millionen Euro bekannt. Experten hatten beim Gewinn allerdings mit 249 Millionen Euro gerechnet.

  • rtr
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