Gewinnsprung
Nokia zeigt sich trotz schwacher Tochter stark

Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia hat im zweiten Quartal einen unerwarteten Gewinnsprung verzeichnet und konnte seinen Marktanteil ausbauen. Das gemeinsam mit Siemens gegründete Unternehmen Nokia Siemens Networks hingegen schwächelt – und zwar so sehr, dass Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo „entschiedenes Eingreifen“ ankündigte.

HB HELSINKI. Der finnische Konzern vermeldete am Donnerstag einen Betriebsgewinn von 2,36 Mrd. Euro. Vor einem Jahr hatte Nokia lediglich 1,57 Mrd. Euro verdient. Branchenexperten hatten dem Unternehmen hier nur eine geringe Steigerung zugetraut. Die Nokia-Aktie sprang daher um rund sieben Prozent in die Höhe.

Die Börsianer störte dabei offenbar kaum, dass der Umsatz mit rund 12,6 Mrd. Euro etwas geringer als erwartet ausfiel. Konzernchef Olli-Pekka Kallasvuo erklärte, dass Nokia für den globalen Branchenabsatz 2007 nun eine Steigerung von mehr als zehn Prozent erwarte. Bisher hatte der Konzern ein Plus von zehn Prozent prognostiziert.

Der Absatz von Nokia-Geräten stieg gegenüber dem Vergleichsquartal 2006 um 29 Prozent auf 100,8 Mill. Handys. Damit verkaufte das Unternehmen mehr als seine drei wichtigsten Konkurrenten zusammen. Der von den Finnen geschätzte Marktanteil betrug 38 Prozent und lag damit über den Prognosen von 37,7 Prozent.

Insgesamt fiel die Zwischenbilanz deutlich stärker aus als von Analysten erwartet. Kallasvuo sagte: „Wir haben seit drei Jahren keine so guten Ertragsraten geschafft.“ Besonders erfreulich sei der Erfolg der Nokia-Handys aus den oberen Preissegmenten. „Es liest sich gut, mehr Einheiten verkauft und den Marktanteil ausgebaut“, sagte ein Händler. Auch die Margenentwicklung stimme mit der Schätzung seines Analysten überein. Damit beweise Nokia, dass sie sich mit der Positionierung auf dem richtigen Weg befänden.

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