Gewinnwarnung
Adva rutscht in die roten Zahlen

Hohe Produktionskosten und Abschreibungen haben den Netzwerkausrüster Adva Optical Networking im zweiten Quartal in die Verlustzone gerissen. Das Unternehmen gibt daher seine Gewinnziele für das Gesamtjahr auf.

HB MÜNCHEN. Der Adva-Aktienkurs rauschte am Donnerstag im TecDax um rund sieben Prozent auf 6,65 Euro nach unten. Im zweiten Quartal verbuchte der Konzern nach vorläufigen Zahlen einen Verlust von zwei Millionen Euro nach einem Gewinn von 1,4 Millionen Euro vor Jahresfrist. Der Umsatz stieg nach Firmenangaben um knapp zwei Drittel auf 67,5 Millionen Euro. Vor allem Abschreibungen im Zusammenhang mit der Übernahme des Konkurrenten Movaz drückten das Ergebnis.

Proforma – also ohne die Berücksichtigung von Firmenwertabschreibungen und Aufwendungen für Aktienoptionsprogramme – ergab sich ein rückläufiger Gewinn von 1,4 (Vorjahreszeitraum: 2,2) Millionen Euro. Das Betriebsergebnis sank proforma auf drei (3,5) Millionen Euro. Dies sei insbesondere auf geringere Bruttomargen und gestiegene Forschung- und Entwicklungskosten zurückzuführen.

Für das Gesamtjahr rechnet Adva zwar weiterhin mit einem Umsatz von 267 Millionen Euro, aber nur noch mit einer operativen Proforma-Rendite von sieben Prozent. „Diese Margenerwartungen liegen unter den bislang prognostizierten Zahlen, vor allem aufgrund niedrigerer Bruttomargen als ursprünglich erwartet sowie steigender operativer Aufwendungen“, erklärte die Firma. Bislang ging der Netzwerkausrüster, der Geräte für optische Telekommunikationsnetze herstellt, von einer Marge von neun Prozent aus.

Die vorläufigen Quartalszahlen muss Adva aber nach eigener Auskunft korrigieren. Denn das Unternehmen kam mit der Buchung von Kosten im ersten und zweiten Quartal durcheinander. Bei der Aufstellung des Halbjahresabschlusses sei aufgefallen, dass Kosten aus dem ersten Vierteljahr erst im zweiten erfasst worden seien, teilte die Firma mit.

Wegen der fehlerhaften Umsatzzuordnungen seien die vorgelegten Quartalszahlen wenig aussagekräftig, sagte UniCredit-Analyst Roland Pitz.

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