Gewinnwarnung
Mobilfunksparte macht Motorola zu schaffen

Der US-Handyhersteller Motorola hat seine Geschäftserwartungen nach unten geschraubt und rechnet nun mit einem Verlust im zweiten Quartal. Die Hoffnung, die Mobilfunksparte könne in diesem Geschäftsjahr noch erfolgreich sein, hat das Unternehmen aufgegeben. Gerüchte um die Zukunft von Motorola Chef Ed Zander sorgten unterdessen an der Börse für Bewegung.

HB NEW YORK. Unter dem Strich werde sich das Minus aus dem fortlaufenden Geschäft auf zwei bis vier Cent pro Aktie belaufen, teilte der Konzern am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit. Auch die Umsatzprognose setzte Motorola herab: Hier erwartet der Nokia-Konkurrent nun noch 8,6 bis 8,7 Mrd. Dollar. Bislang war der Konzern davon ausgegangen, dass der Umsatz vom ersten Quartal - er betrug 9,4 Mrd. - ungefähr gehalten werden könne.

Motorola geht nach eigenen Angaben nicht mehr länger davon aus, dass seine Mobilfunksparte im Geschäftsjahr 2007 profitabel ist. Verantwortlich dafür sei der schleppende Verkauf in Europa und Asien, hieß es zur Begründung.

Vor Bekanntgabe der Nachrichten hatten Motorola-Aktien an der Wall Street zeitweise noch Kursaufschläge von fast drei Prozent verzeichnet; den Handel verließen sie mit einem Plus von 1,9 Prozent bei 17,95 Dollar. Grund waren Spekulationen, dass Motorola-Chef Ed Zander auf Druck eines einflussreichen Investoren kurz vor dem Rücktritt stehe. Motorola äußerte sich zu diesem Gerücht nicht.

Analysten sehen in einem Rückzug des Konzernchefs die einzige Chance, dass sich die Motorola-Aktien wieder erholen. Diese haben seit Mitte Oktober etwa ein Drittel ihres Werts eingebüßt. „Ich glaube nicht, dass Zander noch lange im Amt bleibt“, sagte vor diesem Hintergrund etwa Ed Snyder von Charter Equity Research.

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