Gewinnwarnung
Sony Ericsson schockt Anleger

Der Handykonzern Sony Ericsson hat die Märkte am Mittwoch mit einer Gewinnwarnung geschockt. Besonders in Europa sieht das Unternehmen eine schwindende Nachfrage. Die Mitteilung belastete den gesamten Technologiesektor.

HB STOCKHOLM. Angesichts des weltweiten Wirtschaftsabschwungs dürfte der Reingewinn vor Steuern um mehr als die Hälfte schrumpfen, erklärte der viertgrößte Handyhersteller am Mittwoch. Das Ergebnis dürfte damit im ersten Quartal voraussichtlich nur noch zwischen 150 bis 200 Mill. Euro liegen.

Vor Jahresfrist hatte das Nettoergebnis des Gemeinschaftsunternehmens von Sony und Ericsson bei einer Gewinnmarge von 30,3 Prozent noch 362 Mill. Dollar betragen. Bislang hatte Sony Ericsson prognostiziert, diese Marge im laufenden Quartal beibehalten zu können. Der Sony-Ericsson-Kurs sackte im Vormittagshandel um fast acht Prozent ab.

Vor allem in Europa sieht das Joint Venture eine schwächere Nachfrage bei mittel- bis hochpreisigen Mobiltelefonen. „Es erweist sich, dass der Markt herausfordernd ist“, sagte Sony-Ericsson-Präsident Dick Komiyama. Der trübe Ausblick des Konzerns sorgte für schlechte Stimmung im europäischen Technologiesektor und belastete auch den Handel im Dax.

„Es ist klar, dass wenn sich die Unsicherheit beim Konsumenten verstärkt, er Handykäufe verschiebt oder günstigere Apparate kauft“, sagte ein Analyst. An der Stockholmer Börse waren die Papiere von Miteigentümer Ericsson am morgen vor zehn Uhr um sieben Prozent, die Aktien des Konkurrenten Nokia verloren in Helsinki 2,3 Prozent. Der europäische Technologieindex gab 1,7 Prozent nach.

Siemens fielen gegen den Dax-Trend um mehr als ein Prozent. Im SDax gaben die Aktien des Handyausrüsters Balda mehr als sechs Prozent ab.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%