Glänzende Geschäfte
Kassen der Software-Konzerne klimpern laut

Die Branche jammert und jammert über harten Wettbewerb. Doch die Spannen ihres operativen Gewinns von 30 bis 40 Prozent sind unerreicht hoch. Software ist im Vergleich zu anderen Branchen seit Jahrzehnten ein glänzendes Geschäft.

FRANKFURT. Software ist ein lohnendes Geschäft. Das beweist schon ein Blick auf die neuesten Quartalszahlen des weltgrößten Softwarekonzerns Microsoft. Um 16 Prozent legte das Unternehmen beim Umsatz zu und erreichte 11,8 Mrd. Dollar. Der Gewinn erreichte 2,83 Mrd. Dollar. Das bedeutet zwar einen Rückgang um 28 Prozent, aber dieser ist nach Unternehmensangaben auf Investitionen in die neue Videospielkonsole X-Box zurückzuführen.

An der hohen Profitabilität des Verkaufs von Computerprogrammen ändert sich damit nicht. Warum, zeigte schon ein Blick auf die Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2004/05: Für jeden Dollar, den das Unternehmen an Umsatz eingenommen hat, bleiben 30 Cent in der Kasse – nach Steuern, nach Zinsen, nach Abschreibungen. Die operative Marge, international übliche Kennzahl für den Erfolg eines Unternehmens, ist noch besser: 41,82 Prozent. Das heißt: 41,82 Cent verdient Microsoft im laufenden Geschäft pro Dollar Umsatz.

Dabei sind diese Erfolgsziffern nur Durchschnittswerte. Bei den wirklichen Profitbringern im Produktportfolio des Softwareriesen wie dem PC-Betriebssystem Windows oder der Bürosoftware Office liegt die operative Marge mit satten 70 Prozent deutlich darüber.

Nun mag man Microsoft mit einem Marktanteil von mehr als 95 Prozent bei PC-Betriebsystemen noch als Ausnahmefall wegen der Abschöpfung von Quasi-Monopol-Gewinnen durchgehen lassen. Doch auch die operativen Gewinnspannen anderer Softwarekonzerne treiben so manchem Manager anderer Branchen die Tränen in die Augen. Denn auch die Herstellern von Unternehmenssoftware machen mit ihren Programmen ordentlich Kasse.

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