Glasfaser-Breitbandnetz
Telekom winkt eine Sonderbehandlung

Der Bonner Konzern scheint bei seinem Bemühen fast am Ziel, beim Aufbau eines neuen Glasfasernetzes für superschnelle Internetzugänge von Regulierungsauflagen ausgenommen zu werden: Die SPD befürwortet den Plan offenbar, auch Bald-Kanzlerin Angela Merkel hat Wohlwollen signalisiert.

HB BERLIN/BONN. Nach Zeitungsberichten haben sich Noch-SPD-Chef Franz Müntefering und Wortschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) für die so genannte Regulierungsfreiheit ausgesprochen. Allerdings habe sich die zuständige Koalitionsarbeitsgruppe am Freitag wegen des Widerstands der Union noch nicht auf die Sonderbehandlung der Telekom einigen können.

Die Telekom-Konkurrenten befürchteten aber, dass sich der Bonner Konzern doch noch durchsetzen könne, wenn Ende dieser Woche die Spitzenpolitiker zu abschließenden Beratungen zusammenkommen. Aus Kreisen der Wettbewerber heiße es, dass Telekom- Chef Kai-Uwe Ricke schon vor Wochen bei der designierten Kanzlerin Angela Merkel vorstellig geworden und sein Anliegen mit Wohlwollen aufgenommen worden sei

Die Telekom möchte zumindest in der Startphase vor Konkurrenz geschützt werden. Die Regulierungsfreiheit solle auf zwei bis drei Jahre befristet werden. Der Konzern wolle sein Festnetz nur dann wie geplant mit Glasfaser für superschnelle Internetzugänge ausrüsten und dafür 5000 neue Jobs zu schaffen, wenn er das Netz nicht wie üblich für Konkurrenten öffnen müsse, schrieben die Zeitungen. Die Telekom will rund drei Milliarden Euro für die Verbindung von 50 Städten investieren.

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