Glasfaser für die Konkurrenz: Telekom kooperiert mit Telefónica

Glasfaser für die Konkurrenz
Telekom kooperiert mit Telefónica

Damit auch O2 den schnellen Mobilfunkstandard LTE anbieten kann, benötigt der Mutterkonzern Telefónica Glasfasernetze. Diese könnte jetzt die Telekom zur Verfügung stellen - und so einen Millionenbetrag kassieren.
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HamburgDie Deutsche Telekom greift ihrem kleineren Konkurrent Telefonica o2 beim Ausbau seines Handy-Netzes unter die Arme. Die Telekom werde ab dem zweiten Quartal die Mobilfunk-Antennen von Telefonica in Deutschland an ihr Datennetz anschließen, teilten beide Unternehmen am Donnerstag mit. Dafür sei eine langfristige Vereinbarung unterzeichnet worden. Der Münchner Mobilfunker spart sich so die Kosten für den eigenen Ausbau. „Die Vereinbarung mit der Telekom gibt uns die Möglichkeit, kosteneffizient, schnell und flexibel im rasant wachsenden Markt für Mobilfunkdaten zu agieren“, sagte Rene Schuster, Chef von Telefonica Deutschland. Auch die Bonner haben etwas von der Vereinbarung: Sie können damit ihre für viel Geld verbuddelten Glasfaserleitungen besser auslasten.

Telefonica ist eine Tochter des gleichnamigen spanischen Telefonriesen und ist vor allem mit ihrer Handymarke o2 bekannt. In Deutschland verfügt Telefonica über gut 20.000 Basisstationen, von denen die Daten der Handynutzer ins Internet transportiert werden. Derzeit klappt das noch recht problemlos, doch da immer mehr Nutzer mit ihren Handys ins Internet gehen und sich Filme herunterladen, könnte es bald zum Datenstau kommen. Das Problem drängt, da mit der Einführung des neuen Funkstandards LTE noch viel mehr Daten anfallen werden. Einer Studie des US-Netzwerkausrüsters Cisco zufolge dürfte die Datenlast, die die Handynetze in Deutschland bewältigen müssen, von 2010 bis 2015 um das 30-fache steigen. Die Betreiber investieren deshalb bereits kräftig. Die Telekom, Vodafone und Telefonica legten für neue Funkfrequenzen, die sich ganz besonders für LTE eignen, 2010 bei einer Auktion jeweils mehr als eine Milliarde Euro auf den Tisch.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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