Gleichbehandlung
Twitter setzt sich moderate Ziele bei Anstellung von Frauen

Mit bescheidenen Zielen zur Gleichbehandlung will Twitter gegen Vorwürfe zu seiner Anstellungspolitik vorgehen. In Führungsrollen soll jeder vierte Job mit einer Frau besetzt werden, gab der Konzern am Freitag bekannt.
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San FranciscoMit bescheidenen Zielen zur Gleichbehandlung will Twitter gegen Vorwürfe zu seiner Anstellungspolitik vorgehen. Der Online-Kurznachrichtendienst veröffentlichte die Vorgaben am Freitag neben Daten, denen zufolge bei dem Konzern vorwiegend weiße und asiatische Männer in gut bezahlten IT-Jobs und anderen Tätigkeitsfeldern angestellt werden.

Twitter setzte sich selbst zum Ziel, dass Frauen auf 16 Prozent aller technischen Arbeitsplätze sitzen sollten. Momentan sind es 13 Prozent. In Führungsrollen soll jeder vierte Job mit einer Frau besetzt werden - derzeit sind es hier 22 Prozent. Auch mehr Schwarze und Hispanos sollen bei dem Unternehmen mit Sitz in San Francisco eine Anstellung erhalten.

Die frühere Twitter-Ingenieurin Tina Huang hatte im März eine Klage gegen die Firma eingereicht. Sie warf dem Unternehmen vor, qualifizierte Frauen stets bei Beförderungen zu übergehen. Twitter hat das zurückgewiesen. Rund 1400 seiner 4100 Arbeitskräfte sind derzeit weiblich. Das sind insgesamt knapp 34 Prozent - im nächsten Jahr sollen es zumindest 35 Prozent sein. „Wir halten uns selbst verantwortlich für diese messbaren Ziele, ihr solltet das auch tun“, schrieb die Twitter-Managerin Janet Van Huysse in einem Blogeintrag.

Auch andere Top-IT-Konzerne wie Google, Facebook und Apple versuchen, ihre langfristige Abhängigkeit von weißen und asiatischen Männern auf Programmierposten zu verringern. Anders als Twitter haben viele Technikfirmen keine konkreten Zahlen von Frauen, Schwarzen und Hispanos veröffentlicht, die sie einstellen wollen.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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