Glotze aus der iCloud
Televisionär Jobs arbeitete an Apple-Fernseher

Arbeitet Apple längst am Fernsehen der Zukunft? Eine Passage aus der Biografie von Steve Jobs legt diese televisionäre Idee nahe. Die Nachfolger von Jobs könnten seinen iCloud-basierten Plan jetzt in die Tat umsetzen.
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New YorkApple-Gründer Steve Jobs hat vor seinem Tod an einem Fernsehgerät gearbeitet. „Er wird die einfachste Bedienung haben, die man sich vorstellen kann. Ich habe es schließlich geknackt“, wird Jobs in der neuen Biografie laut einem Bericht der „Washington Post“ zitiert.

„Ich möchte ein integriertes Fernsehgerät entwickeln, das ganz einfach zu bedienen ist“, erklärte Jobs seinem Biografen Walter Isaacson. Der Fernseher würde sich mit allen Geräten eines Nutzers sowie dem Online-Speicherdienst iCloud synchronisieren. Es bleibt unklar, wie weit Apple mit den Plänen vorangekommen ist und wann genau die Unterhaltung geführt wurde.

Allerdings dürfte sie nicht allzu lange zurückliegen, denn iCloud wurde erst in diesem Jahr angekündigt und eingeführt.

Über einen Fernseher von Apple wird bereits seit Monaten spekuliert. Einige Analysten erwarten einen Marktstart mit mehreren Modellen in verschiedenen Bildschirmgrößen im kommenden Jahr. Andere sind skeptisch und argumentieren unter anderem, ein Fernseher passe nicht zu Apples Geschäftsmodell. Das Unternehmen hielt sich bisher bedeckt - wie üblich, wenn es um neue Produkte geht. Zugleich ist Apple auch bekannt dafür, vieles auszuprobieren, was schließlich doch nicht auf den Markt kommt.

Apple verkauft bereits seit 2007 eine kleine Box mit dem Namen Apple TV, die an den Fernseher angeschlossen wird. Über sie kann man Filme kaufen und leihen sowie Videos aus dem Internet laden oder seine Musik hören. Allerdings war das Gerät bisher nicht so erfolgreich wie etwa iPhone oder iPad, Steve Jobs selbst bezeichnete es stets als „Hobby“. Dennoch baute Apple die Funktionen der Box immer weiter aus, zuletzt mit der Möglichkeit, sich Spiele von iPhone oder iPad auf dem großen Fernseher-Bildschirm anzeigen zu lassen.

Jobs und Apple hatten - zunächst mit dem iPod-Player und dann mit iPhone und iPad - die Musik- und Medienbranche umgekrempelt. Beim Fernsehen jedoch kam Jobs nicht so weit. Er konnte die amerikanische TV-Branche zwar überreden, Sendungen auch in Apples iTunes-Store zum Download anzubieten. Zu mehr waren die Fernsehsender jedoch nicht bereit, weil sie Angst hatten, ihr aktuelles werbefinanziertes Geschäftsmodell in Gefahr zu bringen.

Das Buch „Steve Jobs. Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers“ erscheint am Montag in den USA, die deutsche Version folgt am Donnerstag. Die „Washington Post“ besorgte sich ein Exemplar vorab.

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