Google, Amazon und Co
Drohnen-Wettrüsten im Silicon Valley

Die Internet-Riesen aus dem Silicon Valley gehen in die nächste Runde im Wettrüsten um Paket-Drohnen. Nach Facebook und Amazon mischt nun auch Alphabet, ehemals Google, mit. Googles „Projekt Wing“ soll 2017 starten.

San FranciscoNach Amazon und Facebook hat nun auch Alphabet, ehemals Google, angekündigt, künftig Pakete via Drohne auszuliefern zu wollen. Auf einer Konferenz der Flugbranche in Washington erklärte der zuständige Manager von Googles Forschungseinheit „Google X“, Dan Vos, das Unternehmen sei dazu bereits in Gesprächen mit der zuständigen Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA). Der kommerzielle Start von „Projekt Wing“ sei für 2017 geplant, man teste die Navigation in einer Flughöhe von 150 Metern.

Im Silicon Valley geht das Wettrüsten um die unbemannten Flugkörper damit in die nächste Runde. Neben Alphabet kündigten bereits Jeff Bezos, Chef von Amazon, und Facebook-Chef Mark Zuckerberg Forschung zu Drohnen an. Bezos verbindet mit der neuen Technologie die Hoffnung, Produkte wesentlich schneller und kostengünstiger zustellen zu können als bisher mit Personal.

Auch die US-Kette Walmart und DHL forschen an Drohnen. Jack Ma, Chef des chinesischen Online-Imperiums Alibaba, das vergangenen September an der Wall Street an die Börse ging, zog bereits an seinen Konkurrenten aus den USA vorbei. Er ließ 450 Kunden in Peking, Schanghai und Guangzhou kleine Pakete Tee via Drohne zustellen.

In den USA sind Drohnenflüge außerhalb von Flugplätzen bislang nur unter strengen Auflagen erlaubt. Nach einer Gesetzesnovelle der FAA dürfen unbenannte Flugobjekte mit den acht Propellern, sogenannte Oktokopter, nur in Sichtweise des Piloten fliegen sowie ausschließlich bei Tageslicht. Zudem dürfen sie eine Flughöhe von etwa 120 Metern nicht übersteigen.

Demnach sind Drohnen in der Landwirtschaft und zur Inspektion von Industrie-Anlagen erlaubt. Nach wie vor ist allerdings ungeklärt, wie die unbemannten Flugkörper sicher unterwegs sein können, wenn sie sich außerhalb der Sichtweise eines Menschen befinden. Datenschützer befürchten einen Ausverkauf der Privatsphäre.

Google hatte seine eigenen Quadrokopter zum ersten Mal vor wenigen Wochen vorstellt. Seit 2012 forscht das Unternehmen an entsprechenden Technologien. Laut Brancheninsidern testet der Tech-Konzern die Drohnen vor allem auf dem neu angemieteten Flugplatz Moffett Federal Airfield, ganz in der Nähe der Zentrale in Mountain View. Anders als Amazon und Alibaba bastle der Konzern an einem Angebot für Unternehmenskunden, meldet das Tech-Blog „Re/Code“.

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