Google
Die alternativlose Suchmaschine

EU-Politiker wollen den US-Suchmaschinenkonzern Google zerschlagen. Tatsächlich gibt es zwar auch andere Dienste, sie sind jedoch lange nicht so gut. Experten fordern die Offenlegung von Googles Suchdaten.
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DüsseldorfDie Älteren werden sich erinnern: Es gab tatsächlich mal Zeiten, da haben Menschen über Suchmaschinen wie Lycos und Altavista nach Dingen im Internet gesucht. Lange ist es her. Seitdem Google das World Wide Web für sich vereinnahmt hat, sind diese Anbieter in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Mehr als 75 Prozent der weltweiten Suchanfragen gehen heute über das Online-Imperium aus dem Silicon Valley. Was Menschen quer über den Globus verteilt zu sehen bekommen, wenn sie nach Dingen im Netz stöbern, bestimmt fast ausschließlich der Algorithmus von Google.

Eine ungeheure Marktmacht, die Politiker mit Argwohn betrachten. Das EU-Parlament hat in der vergangenen Woche eine Resolution verabschiedet, die den Einfluss des Suchmaschinen-Giganten beschneiden soll. Der Beschluss hat zwar keine bindende Wirkung und auch die zuständigen EU-Kommissare, unter anderem Digital-Kommissar Günther Oettinger, haben bereits geäußert, dass es eine Zerschlagung mit ihnen nicht geben wird.

Dennoch: Der Vorstoß der Parlamentarier war ein starkes Signal und wirft ein Schlaglicht auf die Marktmacht von Google. Viele wünschen sich mehr Alternativen. Doch Konkurrenten für Google gibt es nur wenige. Handelsblatt Online stellt sie vor.

Bing

Der ernstzunehmendste Mitbewerber ist die Suchmaschine von Microsoft. Der Hard- und Softwarespezialist hatte den Einstieg in dieses Geschäftsfeld eigentlich schon verschlafen. Der milliardenschwere Aufbau von Bing 2009 war gewissermaßen die letzte Chance, den Markt nicht komplett an Google zu verlieren.

Dass sich die Investition bezahlt gemacht hat, zeigt sich auf dem Heimat-Markt. Zusammen mit der Yahoo-Suche vereint Bing dort knapp 30 Prozent aller Suchanfragen auf sich. Ein beachtlicher Anteil, bedenkt man, welche Summen Google in seine technische Infrastruktur pumpt.

Mit Yahoo betreibt Microsoft eine Art Suchallianz. Sämtliche Funktionen von Bing sind auf das Webportal ausgeweitet worden. Das bedeutet: Mehr als 200 Millionen Nutzer, die täglich auf Yahoo landen, gehen via Bing auf die Suche im Netz.

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