Google-Mutter Alphabet Florierendes Werbegeschäft treibt die Zahlen aufwärts

Die Werbung macht´s: Bei Google-Mutter Alphabet sind Umsatz und Gewinn kräftig gestiegen. Handys und das Betriebssystem Android tragen zu den guten Zahlen bei, allerdings eher am Rande. Die Anleger freuen sich.
Update: 27.10.2017 - 04:37 Uhr Kommentieren
Mutterkonzern Alphabet glänzt mit guten Zahlen. Quelle: Reuters
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Mutterkonzern Alphabet glänzt mit guten Zahlen.

(Foto: Reuters)

BangaloreEin boomendes Werbegeschäft auf Smartphones und Tablets füllt dem Internet-Riesen Google die Kassen. Der Mutterkonzern Alphabet wies am Donnerstag einen Umsatzsprung von rund 24 Prozent auf 27,8 Milliarden Dollar im dritten Quartal aus und übertraf die Erwartungen der Analysten. Der Nettogewinn schoss um 33 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar in die Höhe - auch hier hatten die Experten mit weniger gerechnet. Es ist das 15. Mal in Folge, dass das Unternehmen in einem Quartal einen zweistelligen Umsatzanstieg binnen Jahresfrist erzielt.

Die Werbeerlöse des US-Konzerns, der auch das weit verbreitete Smartphone-Betriebssystem Android und eigene Handys anbietet, machen weiterhin den Löwenanteil des Geschäfts aus. Die Einnahmen in dem Bereich stiegen um 21,4 Prozent auf 24,1 Milliarden Dollar. Der mit seiner Suchmaschine für herkömmliche PCs groß gewordene Konzern konkurriert inzwischen vor allem mit dem führenden Online-Netzwerk Facebook um die stark wachsende Werbung auf mobilen Geräten.

Was Google Neues plant
Künstliche Intelligenz I
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KI soll künftig im Mittelpunkt aller Google-Dienste stehen und den Nutzern das Leben leichter machen. So kann zum Beispiel das neue Angebot „Google Lens“ Objekte vor der Smartphone-Kamera erkennen – egal, ob es sich um eine Pflanze oder ein Gebäude handelt.

Künstliche Intelligenz II
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Für Kurzmitteilungen gibt es eine Echtzeit-Übersetzung in andere Sprachen. Der Google-Assistent im Lautsprecher „Home“ erkennt Nutzer an der Stimme und sucht für die Person passende Informationen heraus.

Der Google-Assistent
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Der Google-Assistent kommt als eigenständige App auf das iPhone. Damit fordert Google Apples Assistenz-Software Siri direkt auf der heimischen Plattform heraus.

VR-Brille
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Eine vollwertige VR-Brille wird es jetzt auch von Google geben. Anfangs setzte der Internet-Konzern voll auf die einfachere Lösung, ein Smartphone in ein Gehäuse mit Linse zu stecken. Jetzt wird gemeinsam mit Lenovo und HTC ein technisch anspruchsvolleres Modell mit eigenem Bildschirm entwickelt.

VR-Brille
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Das System wird nicht so leistungsfähig wie eine Oculus-Brille von Facebook sein, benötigt dafür aber auch keinen teuren PC.

Augmented Reality
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Erweiterte Realität wird zum Beispiel helfen, das richtige Regal im Supermarkt zu finden – und zwar indem die Marschrichtung in das Kamerabild auf dem Smartphone-Display eingeblendet wird.

Android O
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Android O bekommt als diesjährige Version des meistbenutzten Smartphone-Betriebssystems unter anderem ausgeklügeltere Benachrichtigungen und einen Bild-in-Bild-Modus, wie man ihm vom Fernseher kennt.

Allerdings beäugen manche Anleger die Kosten für die Platzierung von Werbung mit Argwohn, weil Google eine Menge dafür zahlt, dass Apple und andere Firmen die Suchmaschine in ihre Produkte integrieren. Diese Kosten stiegen im Quartal immerhin um 54 Prozent. Analysten argumentieren aber, das Geld sei gut investiert. Man dürfe diese Ausgaben nicht nur als reinen Kostenfaktor werten, sagte Richard Kramer von Arete Research. "Es ist eine großartige Investition für Google, um das Ökosystem der Werbung zu kontrollieren."

Auch jenseits der Werbesparte verzeichnete Google unter anderem bei Pixel Smartphones und Cloud-Geschäft ein solides Wachstum. Der Umsatz im Nicht-Werbegeschäft stieg um 40 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar.

Die Bilanz erfreute die Anleger an der Wall Street: Im nachbörslichen Handel stiegen Alphabet-Aktien rund drei Prozent. In diesem Jahr haben sie bereits 25 Prozent an Wert hinzugewonnen.

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