Google-Mutter Alphabet mit guten Zahlen
A wie Allzeithoch

Nach der Umstrukturierung legt die Google-Mutter Alphabet erstmals Zahlen vor. Das Ergebnis: Die größte Aufräumaktion in der Konzerngeschichte hat sich ausgezahlt. Der Konzern übertrifft die Erwartungen.
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San FransicsoFür einen der mächtigsten Manager der Welt agiert Sundar Pichai geradezu unterwürfig. Kaum einmal kommt dem 43-jährigen Manager das Wörtchen „Ich“ über die Lippen in der Telefonkonferenz nach den Quartalsergebnissen der Firma Alphabet, deren wichtigsten Bereich er seit kurzem lenkt.

Auf die Frage, was er denn anders machen werde als neuer Chef von Google, der Konzernsparte mit Suchmaschine, Android oder Maps, spricht Pichai ziemlich bescheiden von „gemeinsamen Zielen“ und der allgemeinen „Mission“.

Dabei gibt es nun wirklich allen Grund zur Freude. Mitte August hatte das Gründer-Duo Larry Page und Sergey Brin das Konzernreich in Mountain View in einer Hauruck-Aktion aufgeteilt und das traditionelle Web-Geschäft von risikoreichen Projekten abgespalten, intern auch „Wetten“ genannt, darunter das selbstfahrende Auto, der Thermostat-Hersteller Nest oder die Biotech-Sparte „Calico“.

Teile und herrsche – die Reform soll für mehr Transparenz im zunehmend unübersichtlichen Google-Imperium sorgen. Nun beginnt sich die Idee auszuzahlen.

Alphabet übertrifft mit einem Umsatz von 18,7 Milliarden Dollar und 7,35 Dollar pro Aktie die Erwartungen der Analysten, die nur auf 18,53 Milliarden Dollar und 7,21 Dollar pro Aktie spekuliert hatten. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg der Umsatz damit um 13 Prozent, die Gewinne lagen bei vier Milliarden Dollar.

Zudem kündigte Alphabets neue Finanzchefin Ruth Porat einen Aktienrückkauf in Höhe von fünf Milliarden Dollar an. Das beflügelte die Erwartungen der Wall Street. Die Aktie schoss nachbörslich elf Prozent nach oben auf 722,53 Dollar, dem höchsten Stand seit dem Börsengang 2004.

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