GoPro Kamera-Spezialist patzt im Weihnachtsgeschäft

GoPro hat die Erwartungen der Börse für das vierte Quartal im vergangenen Jahr verfehlt: Zwar stieg der Umsatz im Jahresvergleich um ein Viertel. Experten hatten aber mit deutlich höheren Erlösen gerechnet.
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Der Action-Kamera-Spezialist enttäuscht mit den Zahlen zum Weihnachtsquartal. Quelle: dapd
GoPro

Der Action-Kamera-Spezialist enttäuscht mit den Zahlen zum Weihnachtsquartal.

(Foto: dapd)

San MateoDer Actionkamera-Spezialist GoPro hat mit einem verpatzten Weihnachtsquartal die Erwartungen der Börse weit verfehlt. Die kalifornische Firma steigerte zwar den Umsatz im Jahresvergleich um 24 Prozent auf 540,6 Millionen Dollar.

Am Markt war aber mit deutlich höheren Erlösen von etwa 570 Millionen Dollar gerechnet worden. Der Verlust schnellte wegen Umbaukosten und Steuerbelastungen auf 115,7 Millionen Dollar hoch, wie GoPro nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte.

Für GoPro sollte es nach einem miesen Weihnachtsgeschäft 2015 und einem schwachen Geschäft zu Jahresbeginn das große Comeback-Quartal werden. Doch die erste GoPro-Kameradrohne „Karma“ musste im November nach nur zwei Wochen wegen Absturzgefahr zurückgerufen werden.

Fotos im Überflug – und knipsen im Zeitraffer
Photokina 2016
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Unter dem Motto „Imaging Unlimited“ präsentiert sich die Fotobranche vom 20. bis 25. September in den Kölner Messehallen. Mit dem Wandel von digitaler zur smarter Technologie stehe man vor tiefgreifenden Veränderungen, betonte der Photoindustrie-Verband (PIV). Bis Sonntag zeigen in Köln gut 1000 Aussteller aus 40 Ländern ihre technischen Entwicklungen. Dabei wird deutlich, dass der Fotomarkt im Umbruch steckt.

Köln lockt auch mit großen Namen
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In Sichtweite des Doms, aber auf der anderen Seite des Rheins, lockt die Messe rund 1000 Aussteller aus 40 Ländern nach Köln. Insgesamt werden mehr als 180.000 Gäste erwartet. Mit dabei: Namhafte Unternehmen wie Adobe oder Sony.

Profis treffen auf Amateure
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Egal ob professioneller Fotograf oder Hobbyknipser, auf der Messe wird es bunt. Im Mittelpunkt: Das Bild. Stetige Umsatzrückgänge im Kamerageschäft führen zu neuen Geschäftsfeldern und ein Umdenken in der Branche. Kameras passen sich immer mehr dem Nutzen an. Zum Beispiel....

Praktische Kameras
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...Action-Cams. Die kleinen Kameras können zum Beispiel an Helmen oder Schultergürteln angebracht werden. So kann jeder bei einer gefährlichen Skiabfahrt oder einer wilden Rafting-Tour dabei sein, ohne das eigene Sofa zu verlassen. Auch beliebt: Dash- und Body-Cams. Erstere werden hauptsächlich in Autos eingebaut, um Unfälle zu dokumentieren. Letztere werden vereinzelt von Polizisten und Sicherheitskräften getragen.

Fotomesse photokina
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Die normale Kompaktkamera findet man auf der Messe hingegen kaum noch. Nur wenige Anbieter haben die typische Kamera im Gepäck, die viele Hobby-Fotografen lange in der Hosentasche trugen.

Aussterbende Spezies
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Neue Modelle sorgen auf der Messe zwar noch für Blitzlichtgewitter. Doch die Kompakten sind in Zeiten des Smartphones auf dem Weg zur bedrohten Spezies - zumindest bei einfacher Ausstattung und im unteren Preisbereich. „Die ganz preiswerten Modelle findet man praktisch nicht mehr im Handel, manche Hersteller haben sich aus diesem Segment ganz zurückgezogen“, sagt Constanze Clauß vom Photoindustrie-Verband (PIV). Die Smartphones haben hier fast komplett übernommen.

Anforderungen werden hochgeschraubt
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Anders sieht es laut Clauß bei höherwertigen Kompakten aus. „Da ist die Bandbreite groß, es gibt etliche Innovationen.“, meint die PIV-Sprecherin. „Früher waren Kompaktkameras meistens die kleinen, preiswerten Geräte für die Jackentasche, heute sind sie voluminöser, und es steckt viel mehr Technik drin.“ An etlichen Ständen gibt es dazu Premieren. Fast alle Neuen lassen sich dabei mit dem Smartphone verbinden.

Erst seit dieser Woche wird sie wieder verkauft, nachdem bei der Verriegelung der Batterien nachgebessert wurde. Und auch bei der neuen Kamera Hero5 gab es Engpässe wegen Produktionsproblemen. Am Ende verkaufte GoPro 2,3 Millionen Kameras – 14 Prozent mehr als im Vorjahresquartal, aber weniger als im noch guten Weihnachtsgeschäft 2014.

Auch mit der Prognose von rund 200 Millionen Dollar Umsatz im laufenden Quartal unterschritt GoPro deutlich die Erwartungen der Analysten von rund 270 Millionen Dollar. Die Aktie verlor nachbörslich rund 13 Prozent. Sie ist mit einem Kurs von rund 10 Dollar weit entfernt von den Höchstständen bei 80 Dollar im Jahr 2014.

  • dpa
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