Gottschalk kontert Kritik: „Ich habe mir nichts vorzuwerfen“

Gottschalk kontert Kritik
„Ich habe mir nichts vorzuwerfen“

Das ZDF wehrt sich gegen den Vorwurf von Schleichwerbung bei „Wetten, dass..?“. Und auch Showmaster Thomas Gottschalk reagiert auf die öffentliche Kritik. Er habe sich „keinerlei Fehlverhalten vorzuwerfen“.
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MainzDas ZDF dementiert, Entertainer Gottschalk ist persönlich verletzt und die Sponsoren sehen bei sich keine Fehler. Der Vorwurf der Schleichwerbung bei der Show „Wetten, dass..?“ stößt auf teils heftige Empörung. Es gebe „keine Erkenntnisse“, dass es bei den Gewinnspielen Schleichwerbung gegeben habe, teilte das ZDF am Montag in Mainz zu einem Bericht des „Spiegels“ mit. Lediglich in einer Ausgabe im November 2007 habe es eine „unübliche und grenzwertige Preispräsentation“ gegeben. Nach der Sendung habe der damalige Programmdirektor und heutige ZDF-Intendant Thomas Bellut die Redaktion und Moderator Thomas Gottschalk auf die Gewinnspielregeln des Senders hingewiesen.

Der Entertainer selbst meldete sich am Montag über seinen Anwalt zu Wort. Es treffe ihn schwer, dass der „Spiegel“ den Eindruck vermittle, er habe aufgrund von Verträgen oder Gewinnstreben den verunglückten Samuel Koch bei der Auswahl des Autos für die verhängnisvolle Wette am 4. Dezember 2010 beeinflusst. Koch war in der Live-Show mit speziellen Schuhen über fahrende Autos gesprungen, gestürzt und ist seitdem gelähmt. In der Titelgeschichte "Wie es zu Samuel Kochs verhängnisvoller Auto-Wette kam" wird die Vermutung geäußert, dass der Fahrzeugkonzern die mediale Präsenz seiner Mobile in der Show durchgesetzt habe.

Gottschalk ließ hierzu erklären: „Das Gegenteil ist der Fall: Ich habe bei der Probe am Tag vor der Sendung Samuel eindringlich abgeraten, über eine Limousine zu springen, und ihn mehrfach beschworen, sich mit den kleinen Smarts zufrieden zu geben. Michelle Hunziker hat versucht mich dabei zu unterstützen. Ich wünschte nichts sehnlicher, als dass Samuel damals auf uns gehört hätte.“

Das Nachrichtenmagazin hatte berichtet, die von Christoph Gottschalk, dem Bruder des langjährigen ZDF-Showmasters Thomas Gottschalk, gegründete Firma Dolce Media biete seit Jahren die Möglichkeit, für Millionensummen verbotene Reklame in Deutschlands populärster Fernsehshow „Wetten, dass..?“ zu platzieren.

Christoph Gottschalks Firma betonte: „Dolce Media hat zu keinem Zeitpunkt Rechtsvorschriften verletzt. Insbesondere ist die Durchführung von Gewinnspielen rechtlich abgesichert. Hierzu gehört auch, dass der Gewinngegenstand präsentiert werden darf.“ Weiter hieß es in der Mitteilung: „ZDF und Dolce Media verfuhren immer nach diesen Vorgaben. Dolce Media hat gegenüber dem ZDF zu keinem Zeitpunkt Vorgaben gemacht, die die redaktionelle Freiheit des ZDF berühren.“

Allerdings erwähnte Dolce Media in der Mitteilung vom Montag auch: „Es ist richtig, dass Dolce Media für Unternehmen wie Daimler, Solarworld und Audi Leistungen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit teils erbracht hat, teils weiterhin erbringt.“ Christoph Gottschalk sei gegenwärtig auf einer Auslandsreise, sagte ein Sprecher. „Er kann sich erst nach seiner Rückkehr in die Aufklärung einschalten.“

Nach ZDF-Angaben beschaffte Dolce Media für die Sendung die Gewinnspielpreise. Außerdem habe das Unternehmen „Wetten, dass..?“ vermarktet, etwa mit einem eigenen Magazin.

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„Ich habe mir nichts vorzuwerfen“

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„Das war ein völlig normaler Sponsoringvertrag“

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  • Natuerlich hat mal wieder keiner was falsch gemacht. Neben den Autos, die praesentiert wurden, wie schaut es mit jedem mehr oder minder schwachsinnigen Film eines Till Schwaiger aus, der ausreichend Platz bei den Bruedern fand? Jeder Film, jedes inhaltslose Buch von irgendwelchen Z- Promis in einer Sendiung vorgestellt ist einmal Schleichwerbung, zum anderen werden andere Filmemacher oder Autoren massiv benachteiligt weil sie nicht die gleiche Chance bekommen. Welche Verleihfirmen und welche PR Agenturen haben mit den Bruedern Vertraege fuer die richtige Praesentation noch gehabt. Es kann doch keiner glauben, es ging nur um Autos, da wurde ein ganz grosses Rad gedreht.

  • Warum verzichtet das ZDF auf Werbe-/Sponsoringeinnahmen in dieser Größenordnung? Diese Gelder hätten beispielsweise einen Beitrag zur Senkung der GEZ-Beiträge leisten können.
    Hier drängt sich schon der Verdacht auf, dass die Verantwortlichen beim ZDF anderweitig profitiert haben. Scheinbar reicht diesen Leuten das GEZ-finanzierte Honorar nicht aus.

  • Schwedische Gardinen
    Da werden die feinen Brüder wohl bald gesiebte Luft atmen.

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