Greift die Telekom an?
Charter will nicht mit Sprint fusionieren

Einem Bericht zufolge will Sprint gerne mit dem Mobilfunkunternehmen Charter zusammengehen. Doch letzterer hat daran offenbar kein Interesse. Das könnte den Weg für Gespräche zwischen Sprint und T-Mobile US frei machen.
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BangaloreDer US-Kabelkonzern Charter Communcations will offenbar nicht mit dem Mobilfunkunternehmen Sprint fusionieren. Damit könnte der Weg für neue Gespräche zwischen der Telekom-Tochter T-Mobile US und Sprint frei werden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Samstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise. Zuvor hatte das „Wall Street Journal“ berichtet, dass Sprint gerne mit Charter zusammengehen will, um sich so in der stark wandelnden Branche für Telekom- und Internetangebot besser zu positionieren.

Sollte Sprint mit Charter oder einem anderen großen Kabelanbieter wie Comcast fusionieren, wäre ein Zusammenschluss zwischen T-Mobile US und dem direkten Konkurrenten schwer - zumindest nicht zu den Bedingungen wie es sich die Deutsche Telekom wohl vorstellt. Einem „Handelsblatt“-Bericht im Juni zufolge wollen die Bonner ihr zuletzt glänzendes US-Mobilfunkgeschäft mit Sprint zusammenlegen, beanspruchen dabei aber die unternehmerische Führung. Sollte Sprint alleine in mögliche neue Fusionsgespräche mit T-Mobile US gehen, könnte das der Telekom gelingen.

Nach Handelsblatt-Informationen vom Juni liegt ohnehin noch kein offizieller Beschluss des Telekom-Aufsichtsrats für das Vorgehen vor, da die obligatorischen politischen Gespräche vor einem derartigen Vorhaben noch nicht abgeschlossen seien, hieß es unter Berufung auf das Umfeld des Vorstands und Aufsichtsrats. Die Telekom hatte sich offziell bedeckt gehalten und wollte die „Handelsblatt“-Informationen nicht kommentieren.

Sprint selbst führt nach „WSJ“-Informationen seit Ende Juni exklusive Gespräche mit Charter und Comcast, einem anderen US-Kabelkonzern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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