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25.03.2008 

Im Gespräch ist, dass die Deutsche Telekom den künftigen CEO bei OTE stellt, während die griechische Regierung den Posten des Chairman besetzt. Voraussetzung dafür wäre aber, dass die Deutschen weitere OTE-Anteile erwerben. Die Regierung, die nach mehreren Börsengängen noch 28 Prozent an dem Fernmeldeunternehmen hält, will nach den Worten von Alogoskoufis weitere acht Prozent verkaufen. Dabei dürfte der Minister versuchen, einen Kaufpreis von 26 Euro pro Aktie zu erzielen, wie ihn die Deutsche Telekom für die Übernahme des Marfin -Pakets vereinbarte. An der Börse wären die Anteile allerdings wesentlich billiger zu bekommen: die OTE-Aktie schloss am vergangenen Freitag in Athen bei 17,90 Euro.

Mit der Beteiligung an OTE erschließt sich die Deutsche Telekom den Zugang zum Balkan, einen der wichtigsten Wachstumsmärkte Europas. Die Konzerne ergänzen sich geografisch gut. Lediglich in Mazedonien sind beide vertreten. Als lukrativ gelten vor allem die Handy-Töchter der OTE in Rumänien, Bulgarien, Albanien und Serbien.

Bei der OTE-Belegschaft stößt die geplante Beteiligung der Deutschen allerdings auf erhebliche Widerstände. "OTE ist ein Stück Griechenlands und steht nicht zum Verkauf", hieß es in einer Erklärung der Gewerkschaft OME-OTE. Bereits am Montag traten die Techniker des Unternehmens in einen Streik. Ab Mittwoch will die Gewerkschaft das ganze Unternehmen bestreiken. Der Ausstand soll zunächst bis zum Freitag dauern. Dann will die Gewerkschaft über einen Dauerstreik entscheiden. Unterstützt wird sie von der sozialistischen Opposition, die nationalistische Töne anschlägt: Oppositionschef Giorgos Papandreou spricht von einem Ausverkauf und einer "Enthellenisierung" des einstigen Staatsmonopolisten OTE.


Schwieriges Geschäft in Griechenland

Konzernumsatz

Der Umsatz von OTE stieg 2007 um 7,3 Prozent auf 6,3 Mrd. Euro, der Nettogewinn um 15,3 Prozent auf 662,6 Mill. Euro - weniger als erwartet. Der Nettogewinn der Mobilfunktochter Cosmote stagnierte bei 361,3 Mill. Euro. Der Vorstand will der Hauptversammlung am 26. Juni 75 Cent Dividende pro Aktie vorschlagen.

Festnetzsparte

Das Festnetzgeschäft ist auch für OTE schwierig - trotz steigender Erlöse aus Breitbandgeschäft, wo sich die Zahl der Anschlüsse 2007 auf 1,1 Millionen verdoppelte. 2007 verlor OTE 275 000 Festnetzkunden an Konkurrenten, für 2008 rechnet OTE mit dem Verlust weiterer 560 000 der 4,5 Millionen Telefonanschlüsse. Aber das lukrative Breitbandgeschäft hat noch Potenzial. Die Marktsättigung liegt in Griechenland mit 9,1 Prozent weit unter dem EU-Durchschnitt von 20 Prozent.

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