Griechenland-Tochter
Deutsche Telekom steht zu OTE

Die Deutsche Telekom sieht ihre griechische Tochter OTE auch im zugespitzten Schuldendrama des Landes weiter finanziell gut aufgestellt. Die Firma hat bereits ein hartes Sparprogramm hinter sich.
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FrankfurtDie Deutsche Telekom hält ihrem griechischen Ableger OTE trotz einer Zuspitzung der Schuldenkrise des Landes die Treue. OTE stehe auf einem soliden Fundament, sagte ein Telekom-Sprecher am Montag. Der Bonner Konzern habe in den vergangenen Jahren viel unternommen, damit OTE sich eigenständig finanzieren könne. Unter anderem machte OTE Beteiligungen an Unternehmen in Bulgarien und Griechenland zu Geld und verkaufte einen Satellitenbetreiber.

Gleichzeitig verordnete die Telekom OTE ein hartes Sparprogramm, dem bislang 3300 Jobs zum Opfer fielen. Auf Seite der Finanzen zahlten sich die Schritte aus: Die Nettoverschulung sank vergangenes Jahr um ein Viertel auf 1,1 Milliarden Euro. Wegen der schlechten Wirtschaftslage ging der Betriebsgewinn bei OTE 2014 um zwei Prozent 1,14 Milliarden Euro zurück, während der Umsatz um vier Prozent auf 2,9 Milliarden Euro schrumpfte. In der Unternehmensbilanz der Bonner fällt der Griechenlandableger kaum ins Gewicht: Voriges Jahr erwirtschaftete der größte europäische Telefonkonzern bei 62,7 Milliarden Euro Umsatz 17,6 Milliarden Euro Betriebsgewinn.

Die Telekom hat für ihren 40 Prozent-Anteil an OTE insgesamt 4,2 Milliarden Euro ausgeben. Über OTE wollten die Bonner am damals starken Wachstum der Länder Südosteuropas teilhaben. Aufgegangen sind die Pläne wegen der schweren Wirtschaftskrise in der Region nicht. Bislang mussten 2,6 Milliarden Euro auf OTE abgeschrieben werden. Nicht nur die tiefe Rezession, sondern auch die harte Regulierung und die hohen Löhne bei OTE sorgen dafür, dass die Firma lange Zeit eine der größten Baustellen im Konzern war.

Die Lage in Griechenland wird immer dramatischer. Am Wochenende waren Gespräche über weitere Hilfen für den Mittelmeer-Anrainer geplatzt. Ohne weitere Finanzspritzen wird Griechenland die am Dienstag fällige 1,6 Milliarden Euro schwere Rate an den Internationalen Währungsfonds (IWF) wohl nicht zurückzahlen können.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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