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Griechischer Telefonkonzern: Deutsche Telekom kauft weitere OTE-Anteile

Für knapp 411 Millionen Euro hat die Deutsche Telekom Griechenland laut Medienberichten zehn Prozent am griechischen Telefonkonzern OTE abgekauft. Ein weiteres Paket soll schon in Kürze folgen.

Die Telekom hat weitere Anteile an der OTE gekauft. Quelle: dpa
Die Telekom hat weitere Anteile an der OTE gekauft. Quelle: dpa
Athen
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Die Deutsche Telekom kauft Griechenland Medienberichten zufolge zehn Prozent am Telefonkonzern OTE ab. Für knapp 411 Millionen Euro stocke die Telekom ihren OTE-Anteil auf, berichteten griechische Zeitungen am Donnerstag. Darauf hätten sich Telekom-Vertreter und Finanzminister Giorgos Papaconstantinou am Mittwoch verständigt, so die Tageszeitung "Imerisia". Ende Juni solle die Transaktion abgeschlossen werden.

Dann solle auch über ein weiteres Paket über sechs Prozent verhandelt werden, das das von hohen Schulden geplagte Euro-Land ebenfalls abstoßen wolle. Der Deal basiert auf einer sogenannten Put-Option, nach der Griechenland der Telekom jederzeit zehn Prozent an OTE verkaufen kann.

Diese Vereinbarung wurde vor Jahren geschlossen. Am Mittwoch bekannte sich Telekom-Chef Obermann dazu: "Wenn die griechische Regierung ihre Put-Option ausübt, werde wir uns vertragsgemäß verhalten", sagte Obermann in Köln. Der Bonner Konzern hält bereits 30 Prozent der OTE-Aktien. "Wir müssen jetzt in die Gespräche einsteigen und ganz nüchtern schauen, zu welchen Konditionen das möglich ist oder auch nicht".

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Vergangene Woche hatte Athen die Telekom zu Gesprächen über die weitere Privatisierung von OTE eingeladen. Die Verhandlungen kommen für die Telekom zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Aufgrund der Wirtschaftkrise kämpft OTE mit Umsatzrückgängen - allein im ersten Quartal sanken die Erlöse um zehn Prozent.

Der Euro-Schuldensünder Griechenland muss derzeit Tafelsilber rasch zu Geld machen, um auf weitere internationale Hilfe hoffen zu können. Die Regierung in Athen peilt Privatisierungserlöse von 50 Milliarden Euro bis zum Jahr 2015 an. Neben der Telekom könnte auch Fraport bald seine Position in dem Land ausbauen. Der Frankfurter Flughafenbetreiber signalisierte bereits Interesse an einem Einstieg beim Airport Athen, an dem auch der deutsche Baukonzern Hochtief beteiligt ist.

Aus Protest über den geplanten Verkauf staatlicher Anteile sind die Angestellten des griechischen Telekommunikationskonzerns OTE in einen 24-stündigen Streik getreten. Im Rahmen der Arbeitsniederlegung wollten sie am späten Donnerstag außerdem an einem Protestmarsch durch Athen teilnehmen.

  • 02.06.2011, 10:00 UhrPandora0611

    Grichischer Schlußverkauf:
    "Alles muß rauß"
    Wann werden die Inseln verkauft?
    Rhodos, Kreta, Mykonos, Lesbos, etc. würden sicherlich gute Preise erzielen.

  • 02.06.2011, 12:29 UhrEGAL

    ah du willst unsere Inseln? Komm und hol sie dir :-)
    Komm ich geb dir ein Souvlaki aus kleiner Noob, damit du aufhörst zu weinen.

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