Größter ARD-Sender

WDR kündigt für 2015 ausgeglichenen Haushalt an

Die Sparmaßnahmen beim WDR zeigen Wirkung: Für 2015 kündigt der Sender einen ausgeglichenen Haushalt an. Die Finanzlage bleibt allerdings schwierig, ab 2016 rechnet der WDR mit hohen Fehlbeträgen.
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Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) weist 2018 voraussichtlich eine Finanzlücke von über 236 Millionen Euro auf. Quelle: dpa

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) weist 2018 voraussichtlich eine Finanzlücke von über 236 Millionen Euro auf.

(Foto: dpa)

KölnDer Westdeutsche Rundfunk (WDR) hat für 2015 einen ausgeglichenen Haushalt angekündigt. Intendant Tom Buhrow führte dies am Donnerstag in Köln auf „massive Kürzungen der Ausgaben und strukturelle Sparmaßnahmen“ zurück. Dem größten ARD-Sender kommt auch zugute, dass es nächstes Jahr keine sportlichen Großereignisse wie Fußball-WM oder -EM gibt.

Nach WDR-Angaben wurde der Haushaltsplan vom Rundfunkrat abgenommen. Insgesamt gibt der WDR demnach im kommenden Jahr 35,7 Millionen Euro weniger aus als 2014. Die Kürzungen wie auch der Abbau von 50 Planstellen beträfen alle Bereiche. Buhrow sagte: „Die Zahlen für 2015 zeigen: Wir sind auf dem richtigen Weg.“ Im WDR gab es laut Geschäftsbericht 2013 im Jahresdurchschnitt 4321,7 Planstellen.

Die Finanzlage bleibe schwierig: Nach Ablauf des kommenden Jahres rechnet der WDR mit hohen Fehlbeträgen. Nach derzeitigem Stand werde man bis 2018 eine Finanzlücke von über 236 Millionen Euro aufweisen. Die Vorsitzende des Rundfunkrats, Ruth Hieronymi, sagte: „Wegen dieser ungedeckten Finanzlücke ist der strukturelle Umbau im Sender unumgänglich.“ Die Ausgaben für 2015 sind im Haushaltsplan mit 1,393 Milliarden Euro veranschlagt. Dem stehen 1,390 Milliarden Erträge gegenüber. Den Fehlbetrag von 2,9 Millionen Euro werde eine „Ausgleichsrücklage“ aus guten Jahren decken.

  • dpa
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1 Kommentar zu "Größter ARD-Sender: WDR kündigt für 2015 ausgeglichenen Haushalt an"

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  • Eine horrende Verschwendung an sinnlosem Personal, verblödenden Produktionen (dazu meist an Freunde und Familie) dient nun dem WDR dazu, einen "ausgeglichenen" Haushalt vorzulegen.

    Hätte man wie privatwirtschaftlich sparsam und effektiv gearbeitet, ließen sich an die 90% der zugewiesenen
    Einnahmen an die gequälten Gebührenzahler zurück überweisen.

    So erweist sich der ausgeglichene Haushalt nur als überdimensionale Blase voller lauwarmer Luft, bestenfalls.

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