Großaktionäre stimmen zu
Panasonic: Übernahme von Sanyo eingetütet

Kreise wissen es, eine japanische Zeitung berichtet bereits darüber: Die US-Bank Goldman Sachs hat offenbar als dritter Anteilsgeigner an Sanyo dem Übernahmeangebot des Elektronikkonzerns Panasonic zugestimmt. Damit wäre der Weg zur Entstehung des größten Elektronikkonzerns der Welt frei.

HB TOKIO. Die Übernahme des Elektronikkonzerns Sanyo durch den größeren Konkurrenten Panasonic ist offenbar besiegelt: Panasonic habe sich mit dem US-Finanzkonzern Goldman Sachs und zwei japanischen Finanzhäusern auf die Übernahme aller Aktien der Hauptanteilseigner geeinigt: Das berichtet die Finanzzeitung "Nikkei".

Zuvor war aus Kreisen bekannt geworden, dass die Kernaktionäre der Sanyo Electric Co, darunter die US-Bank Goldman Sachs, Panasonic ihre Anteile an Sanyo andienen wollten, sagten mit der Situation vertraute Personen. Sie hätten die dritte, leicht verbesserte Offerte angenommen. Das aktuelle Gebot bewerte die in Osaka ansässige Sanyo mit mehr als 9 Mrd Dollar, hieß es. Eine Vereinbarung werde wahrscheinlich am Freitag angekündigt, hieß es aus den Kreisen.

Panasonic wolle nun 131 Yen je Sanyo-Aktie zahlen. Die bisherige Offerte von 130 Yen hatte die US-Investmentbank Goldman Sachs Anfang des Monats noch als unfair abgelehnt. Zunächst hatte der Elektronikkonzern 120 Yen je Anteil geboten. Früheren Angaben zufolge halten die Unternehmen Goldman Sachs Group Inc, Sumitomo Mitsui Banking Corp und Daiwa Securities SMBC Co zusammen 70 Prozent an Sanyo. Vertreter von Panasonic und Goldman Sachs wollten sich zu den laufenden Verhandlungen nicht äußern.

Damit sieht es trotzdem aber danach aus, dass der Weg zur Entstehung eines der größten Elektronikkonzerne der Welt geebnet ist. Es ist die erste vollständige Übernahme eines großen japanischen Elektronikkonzerns durch einen heimischen Konkurrenten. Aus der Fusion von Sanyo und Panasonic würde der gemessen am Umsatz größte Elektronikkonzern Japans hervorgehen. Sanyo hatte angekündigt, sich künftig verstärkt auf das Geschäft mit wiederaufladbaren Batterien und Solarzellen konzentrieren zu wollen.

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