Großauftrag für Kommunikationssparte
Siemens liefert Mobilfunk-Technik nach Russland

Die Kunden des führenden russischen Mobilfunkanbieters MTS telefonieren demnächst über neueste Siemens-Anlagen. Die schwächelnde Kommunikationssparte des deutschen Konzerns hat einen Großauftrag zum Netzausbau erhalten.

HB MÜNCHEN. Der Rahmenvertrag zur Erweiterung der MTS-Netze in Russland, Weißrussland und der Ukraine habe ein Volumen von 265 Millionen Dollar (gut 200 Millionen Euro), teilte Siemens am Freitag in München mit. Siemens errichte zusätzliche Sende- und Empfangsanlagen und rüste die Vermittlungssysteme mit neuer Hard- und Software auf. Der Vertrag umfasse auch die Integration einer Plattform für Netzdienste noch im laufenden Jahr.

„Mit diesem erneuten Auftrag können wir unsere führende Position als Ausrüster von Mobilfunkinfrastruktur in dem für uns strategischen Markt weiter ausbauen“, erklärte der Leiter der Sparte Mobilfunknetzwerke von Siemens, Christoph Caselitz.

Die Kommunikationssparte ist vor allem wegen der Verluste des Handy-Bereichs eines der Problemfelder von Siemens, allerdings gilt der Bereich Mobilfunknetze als eine der Perlen der Konzernsparte. Im zweiten Geschäftsquartal von Siemens (zum 31. März) verbuchte die Com-Sparte einen operativen Verlust von 19 Millionen Euro, zu dem die Handysparte ein Minus von 138 Millionen Euro beisteuerte.

Russland und die GUS-Staaten gelten laut Siemens als einer der größten Wachstumsmärkte in der mobilen Kommunikation. In Russland habe sich die Zahl der Mobilfunkteilnehmer im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt.

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