Großbritannien: Enorme Steigerungsraten

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Großbritannien: Enorme Steigerungsraten

Die Briten sehen sich in Europa als Pay-TV-Standort Nummer eins. Nach Angaben des Branchendienstes Screendigest hatten im ersten Halbjahr 2004 erstmals mehr als die Hälfte der britischen Haushalte Zugang zu bezahltem Fernsehen.

Die Zahl der Abonnenten legte dank neuer Angebote der Anbieter weiter stark zu. Als bislang letzter Hit erwiesen sich so genannte Freeview-Packages und sorgten für einen unerwarteten Konsumentenansturm. Verbraucher kaufen dabei nur den Receiver. Außer dem Einstandspreis fallen keine weiteren Gebühren an. Einzige Ausnahmen bilden die Premium-Angebote (Pay per View). Die Reichweite der Pakete liegt nach Angaben von Screendigest mittlerweile bei einem Viertel der Haushalte. Während sich Pay-TV auf der Insel längst etabliert hat, blicken die Anbieter mit durchaus gemischten Gefühlen auf ihre Erfahrungen zurück.

Branchenprimus BSkyB gilt als leuchtendes Vorbild der Branche. Die Firma des Rupert-Murdoch-Sohnes James erreicht dank der britischen Fußball-Premier-League sowie Hollywood-Filmen mit Sky-Digital den mit Abstand größten Abonnentenstamm: rund acht Millionen Kunden. Die bringen dem Anbieter kräftige Gewinne – in den vergangenen drei Monaten bei einem Umsatz von knapp einer Milliarde etwa 190 Mill. Pfund (rd. 271 Mill. Euro). Andere Anbieter haben da weitaus größere Probleme. Die Kabelanbieter NTL und Telewest konnten nur knapp dem Bankrott entkommen, NTL gar nur dank des US-Gläubigerschutzes Chapter 11. Beide konzentrieren sich nun auf das Internetgeschäft. Die kommerzielle Plattform ITV Digital musste bereits 2002 mangels Zuspruch ihr Pay-TV-Geschäft einstellen. fs

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